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Borghetti

RENATO BORGHETTI
Gaucho Power vom Feinste
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Mit brasilianischer Musik assoziiert man Bossa und Samba. Musik jedenfalls von jazzig-lyrischer Laszivität oder afrikanischer Perkussivität. Renato Borghetti indes kommt von einem anderen ethnomusikalischen Planeten: dem südbrasilianischen Rio Grande do Sul, der Heimat der Gauchos, der südamerikanischen Cowboys, die musikalisch mehr mit dem benachbarten Argentinien teilen und unverwechselbare Formen wie den Chamamé, den Chacarera oder die Milonga hervorgebracht haben. Der charismatische Gaúcho ist eines jener musikalischen Unikate, die lokale Traditionen mit der Muttermilch aufgesogen, individuell weiterentwickelt und mit weiteren Formen (wie Tango, Jazz und kammermuikalischen Elementen) durchsetzt haben.

Renato Borghetti oder "Borghettinho", wie ihn seine Fans liebevoll nennen, nimmt Platten seit Anfang der 80er Jahre auf. Er stand mit Stéphane Grapelli ebenso auf der Bühne wie mit Ron Carter oder Hermeto Pascoal, und die erste seiner mittlerweile 20 CDs war auch die erste Instrumentalplatte Brasiliens, die je Gold gewann. Seine frontale, von Souveränität und Spielwitz geprägte Darbietung erinnert etwas an das Feeling des Cajun und Zydeco Louisianas - und wie dort verbindet sich auch hier Europäisches mit Afrikanischem, konkret: spanisch-italienische Melodik mit afroamerikanischer Rhythmik. Trotz aller Experimente bleibt Borghetti durch und durch Gaucho, wie er durch sein Bühnenstyling stolz betont, mit langem Haar, Schlapphut und weiten Hosen.

Besetzung
Renato Borghetti – Knopfakkordeon (gaita ponto)
Daniel Sá – Gitarre
Vitor Peixoto – Piano
Pedro Figueiredo – Saxophon, Flöte


Diskographie (Auszug)

1994 Accordionist (Prestige Records)
1995 As 20 Melhores de Renato Borghetti (RGE)
1996 Gaúcho (RGE)
1998 Gauderiando (Atracao)
1999 Ao Ritmo de Tio Bilia
2002 Paixao no Peito (Som Livre/RBS Discos)
2005 Gauchos (Quinton Records Q-0501-2)
2009 Fandango! (Felmay fy 8147)
2011 Andanças. Live in Brussels. (Music&Words)


Hörbeispiele
Barra do Ribeiro (476 Kb)

Peleia (476 Kb)

Mal dormido
(474 Kb)


Presse
"Bei Borghetti kommt die Gaucho Tradition von Vanerao, Rancheira und Milonga raffiniert und elegant daher. Mit langem Haar und Hut verbreitet er das Flair eines Popstars und Verführers, ohne sich jedoch in leeren Posen zu verlieren. Zuallererst ist er ein begnadeter Virtuose auf dem Knopfakkordeon, impulsiv und dynamisch, der in bestimmten Momenten den Eindruck erweckt, als wäre sein Körper vom Geist Piazzollas bewohnt."
Musicas sem Fronteiras – Cronicas da Terra, Lissabon (P), Juni 2005

"Mozart hätte seinen Spass gehabt!"
Wiener Zeitung, Wien (A), Juni 2005

"... Hexenmeister mit clownesker Würze... ein Sog, aus dem es kein Entrinnen gibt."
Kronenzeitung, Wien (A), Juni 2005

„Es scheint dass Borghetti mit der Musik der Gauchos das Gleiche macht wie einst Piazzolla mit dem Tango. Damit bringt er eine selbst in Brasilien kaum wahrgenommene Musik vom Folklore- auf das Kunstniveau.“
Jazzthetik über „Gauchos“, D, März 2005

„Die neue CD gehört für mich zum Besten, was seit langem aus Brasilien zu hören war“.
Concerto über „Gauchos“ (A), März 2005

"Ein Rütteln an allen Wurzeln, Ansturm von allen Wellen. Sympathisch und unheimlich. Unheimlich sympathisch."
Jazzzeit 2003

"Seine Chamamés, Chacareras oder Milongas klingen nicht weniger leidenschaftlich, sinnlich und virtuos als Samba oder Bossa Nova."
Der Standard 2003


Website

http://www.renatoborghetti.com.br
http://www.myspace.com/renatoborghetti


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