Zamballarana (Korsika/Frankreich)

Orchestravagante Corsica

Zamballarana stammen aus dem korsischen Dörfchen Pigna, einem der kulturellen Brennpunkte im Nordwesten der wilden und geheimnisvollen „Ile de Beauté“: Die Gruppe wurde 1996 vom Musiker und Bühnenbildner Jerome Casalonga in der „Casa Musicale“ gegründet, einer legendären Kreativwerkstatt und Wiege künstlerischen Austausches. Die Zamballarana ist auf Korsisch eine etwas frivole, unkonventionelle Frau – und ganz in diesem Sinne bringt die Band die Wörter und Klänge der korsischen Musik zum Tanzen. Das Meer ist die Wiege ihrer romanischen Wurzeln aber auch der Weg der Inspiration, auf dem sich Zamballarana allen Kulturen der Welt annähern. Wie Gaukler erforschen die Musiker und Sänger eigenwillige Mixturen, erfinden und weben neue Klangfarben, jonglieren mit den Stilen und erweitern das Feld unseres Imaginären.

Archaische Männerpolyphonie wird mit Elementen von Jazz, orientalischer Musik und Latin sowie der innovativen Verwendung traditioneller korsischer Instrumente wie der 16-saitigen Zither Cetera, der Trommel Colombu und der Flöte Pivana zu einer aufregenden Mischung eingeschmolzen, die der Einzigartigkeit korsischer Musikkultur globale Standards verschafft.


Besetzung

Jérôme Casalonga – Komposition, Gesang, Saxophon, Klarinette
Laurent Barbolosi – Gesang, Violine, Trompete
Jérémy Lohier – Akkordeon, Gesang
Marco Tindiglia – Gitarre
Ricardo Barbera – Bass
Francesco Petreni – Schlagzeug


Diskographie

2012 Carnavale (Casa Editions)
2007 Camina (Casa Editions)
2004 Luna (Casa Editions)
1999 Lucia (Casa Editions)
1997 Zamballarana (Casa Editions)


Presse

„Sechs jungen Männern mit sonnigen Gemütern und einem sicheren Gespür für die Verschmelzbarkeit verschiedenster Folk-Stile gelingt mit ihrer Band Zamballarana eine unverfrorene Melange aus traditionellem korsischen Harmoniegesang, südamerikanischem Blech-Sound, Latin-Rhythmen und einer Vielzahl weiterer Stilelemente, die man teilweise erst beim zweiten oder dritten Hören (…) aufspürt.
Thüringer Allgemeine, DE

Der nachhaltige Eindruck, den der spezielle, archaische Männergesang hinterlässt, wird durch die vielschichtigen Rhythmen und die bestechenden Instrumentalsoli gesteigert.
Concerto, AT

„Frische und starke Emotionen!“
Le Monde de la Musique, FR

“Diese Musik ist profan ohne Pathos, voller Frische und Enthusiasmus. Bravo!“
Trad Magazine, FR

Branko Galoić (Kroatien/Frankreich)

Troubadour mit Tiefgang und Partytauglichkeit

Der Singer-Songwriter, Komponist und Gitarrist Branko Galoić wurde 1973 in Ivanić-Grad nahe Zagreb noch im damaligen Jugoslawien geboren. Von Anfang an verband er Rockmusik mit Elementen der traditionellen Balkanmusik.

2000 zog Branko nach Amsterdam. Ein paar Jahre später erschien bei Snail Records sein Debütalbum Above The Roofs, produziert von Dragi Sestić, dem Produzenten der Mostar Sevdah Reunion. Die CD wurde international veröffentlicht und erhielt in ganz Europa hervorragende Kritiken. Branko Galoić hat mit einigen der herausragendsten Balkan MusikerInnen gearbeitet wie zb Mostar Sevdah Reunion, Vlatko Stefanovski oder Merima Kljuco. In Amsterdam brachte er zwei weitere Alben heraus, Skakavac und Ej ti tu!, anschliessend lebte er für einige Jahre in Berlin, wo er mit dem Mundharmonikavirtuosen Marko Jovanović Super Cug einspielte.

Die Musik von Branko Galoić wurzelt in der Tradition Ex-Jugoslawiens und mischt sich mit den verschiedensten Stilen von Rock über Ska, Pop und Chanson. Über die Jahre hat er mit MusikerInnen aus Griechenland, der Türkei, dem Libanon, Irak, aus Lateinamerika, Holland, Deutschland, Frankreich und Ex-Jugoslawien gespielt und aus all diesen Einflüssen seinen eigenen unverwechselbaren Stil kreiert, der auch schon mit Troubadouren wie Jaques Brel oder Alain Stivell verglichen wurde.

Seit 2014 lebt Branko in Paris, wo sein Ende 2015 erschienenes Album Angel Song vom kultigen FIP Radio als eine der Entdeckungen der Saison gefeiert wurde. Das Album schaffte es auf Anhieb auf Platz 15 der World Music Charts Europe und wurde auch für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Seit 2016 wird Angel Song von Galileo Music im deutschsprachigen Raum vertrieben.

2018 erschien das  Duoalbum One With The Wind mit dem ebenfalls in Paris lebenden portugiesischen Gitarristen Francisco Cordovil, und für Anfang 2021 ist der Release von Ples Slobode / La Danse de la Liberté in grösserer Besetzung geplant.


Aktuelle Projekte

Duo Branko Galoić & Francisco Cordovil (2 Gitarren & Gesang)
Branko Galoić Quartett (guit – voc – perc – cello)
Branko Galoić Skakavac Orkestar (5-8 Bigband mit Bläsern)


Diskografie

2021 Ples Slobode / Danse de la Liberté (SuperPitch)
2018 One With The Wind (Galileo Music)
2015 Angel Song (Silvox Music/Galileo Music)
2014 Super Cug (CD Baby, digital release)
2011 82 Ej ti tu! (Silvox Music)
2010 Skakavac (self-released/Xango Music, CD Baby digital distribution)
2005 Above The Roofs (Snail Records)


Presse

„Ein spannendes Roadmovie, das die flimmernden Töne des Südens mit nur zwei Gitarren in all ihrer Intensität und einer hautnahmen Körperlichkeit bündelt.“
Stefan Franzen, Programmbuch Festival Herbstgold, AT, 2018

„Kroatien und Portugal als explosive Mischung (…) ein bombastisches Erlebnis“
Mittelbadische Presse, DE, 2017

„Auf Angel Song präsentiert Galoić einen phasenweise eklektisch wirkenden, aber unverwechselbar eigenen Stil … vom Gipsy Balkan Brass über Turbo-Reggae bis hin zu süditalienisch anmutender Filmmusik, so als drehe sich ein Kirmeskarussell in einem Fellini-Klassiker.“
Radio Bremen CD Tipp Angel Song, DE, 2016

„Die Musik der Kombo ist sehr schwungvoll, aber auch wehmütig-romantisch bis verträumt, ganz wie man das von stilvollem Balkan-Folk gewohnt ist. Dazu kommt noch die unaufdringliche Nähe, mit der die Musik an den Mann (oder an die Frau) gebracht wird. Dann noch ein Touch Ex-Jugoslawien-Feeling, denn immerhin spielte sich ein Teil seiner Jugend noch im Tito-Reich ab. Und das hört man hier und da schon noch heraus. Mit anderen Worten: Die „Angel Songs“ sind jederzeit zu empfehlen.“
Sound&Image über Angel Song, DE, 2016

„New strong hope for balkan music“
Zlatko Gall, Free Dalmatia, CRO, 2013

„You can wake me up with songs like Fraukje tango any time“
Ton Maas Volskrant, Amsterdam, NL, 2011

Las Hermanas Caronni (Argentinien)

Ein Hauch von Ravel und Debussy trifft auf die Klänge der Pampas

Las Hermanas Caronni – zwei argentinische Schwestern mit Schweizer, italienischen, russisch-jüdischen und spanischen Wurzeln. Laura und Gianna Caronni, von denen die eine Cello und die andere Klarinette spielt. Beide singen und liefern auf ihren Alben derart zerbrechliche und intelligente Musik ab, wie man sie schon seit einigen Jahren nicht gehört hat. Als Duett ist ihr Klang voll von Intimität, gleichzeitig lassen die einfallsreichen und minimalistischen Arrangements den Sound äußerst üppig erscheinen. Die Musik der Schwestern klingt wie die Summe ihrer Einflüsse: zwei klassisch ausgebildete Musikerinnen mit einer Vorliebe für die Volksmusik ihres Landes. Europäischer Impressionismus, Ravel und Debussy, Einflüsse von südamerikanischen Komponisten wie Villa-Lobos und der Geist des Tango vermischen sich hier mit der Melancholie und Zielgerichtetheit der Volksmusik der Pampas. Klug, subtil verführerisch und unglaublich elegant spielen die Hermanas Caronni Musik für Menschen, die Können und Klasse noch zu schätzen wissen.

Seit zehn Jahren leben die Zwillinge in Bordeaux in Frankreich, wo sie sich unter anderem durch ihre Zusammenarbeit mit dem 2015 verstorbenen Juan Carlos Cáceres einen Namen gemacht haben und wo 2011 ihr Debüt Baguala de la Siesta von der Presse hymnisch als Entdeckung der Saison gefeiert wurde. Auf dem zweiten Album Vuela erneuern sie das kleine Wunder des Debütalbums: Hier klingt Ravels Bolero wie die natürliche Fortsetzung des kubanischen Wiegenlieds Druma Negrita, und die Rhythmen der Chacarera treffen auf die Worte des französischen Dichters und Musikers Denis Péan. Das Ende 2015 erschienene dritte Album Navega Mundos (Platz 3 der Transglobal World Music Charts im April 2016) ist ganz dem Element Wasser gewidmet und wartet unter anderem mit einem Gastauftritt des argentinischen Chamamé-Meisters Raul Barboza auf.

Anfang 2019 haben die Schwestern ihr viertes Album Santa Plástica veröffentlicht: Ausgehend von klassischen Motiven von Ravel, Mozart, Bach oder Piazzolla entstanden elf Nummern, deren Texte durchaus brandaktuelle Themen wie Umweltverschmutzung oder Gentrification in poetische Formen gießen. Neben Gesang und den Stamminstrumenten Cello und Klarinette kommen dabei Flöten wie die baskische Xistu oder die südamerikanische Pincuyo zum Einsatz. Auf jeweils zwei Stücken sind der renommierte Jazztrompeter Erik Truffaz sowie am Gesang der interkulturell inspirierte Songwriter Piers Faccini zu hören.


Besetzung

Gianna Caronni – Klarinette, Gesang
Laura Caronni – Cello, Gesang


Diskographie

2019 Santa Plástica (Les Grands Fleuves / L‘ Autre Distribution)
2015 Navega Mundos (Les Grands Fleuves / L‘ Autre Distribution)
2014 Baguala de la Siesta, Remix (Les Grands Fleuves / L‘ Autre Distribution)
2013 Vuela! (Les Grands Fleuves / L‘ Autre Distribution)
2011 Baguala de la Siesta (Snail Records/Coast to Coast)


Presse

„…eine wunderbar unerwartete, seltene Freude …grossartig in jeder Hinsicht.“
fRoots (UK) über Navegamundos

„Eine kammermusikalische Träumerei… Die Caronni-Schwestern verzaubern auch auf ihrem zweiten Album. Sorgfalt, Emotion und Ehrlichkeit in Songauswahl und Können sind wirklich einmalig.“
www.globalsounds.info, CH

„Der orangene Lichtkreis einer chinesischen Laterne, ein großer Fächer auf dem Boden: das Dichterische bei den Zwillingsschwestern Caronni findet sich in den Details. (…) Ihre schlichte Eleganz und bezaubernde Anmut lassen uns dahinschmelzen.“
Télérama, FR

„Dieses bezaubernde Album ist gleichzeitig voller Wärme und Melancholie, und es spricht von den zwei Seiten des Exils: das Herzzerreißende und die Möglichkeit, alles neu zu erfinden.“
Libération, FR

„DIE Entdeckung der Saison. Unmittelbar nach der Sendung erreichte uns eine Lawine an Mails und begeisterten Kommentaren, die diese selbst und fast anonym produzierte CD in ein anderes Leben trugen.“
France Inter, FR

„Ihre eklektische Lyrik, suggestiven Vokalharmonien und einfallsreiches Dehnen und Neu-Zusammensetzen der Cello- und Klarinettentechnik sind von einer poetischen Meisterschaft jenseits aller Kategorisierungen. … In diesen 13 Tangos, Canciones, Chacareras, Milongas und der abschliessenden Baguala liegt mehr unprätentiöse Leidenschaft, Schönheit und Weisheit als viele KünstlerInnen in einem ganzen Leben erreichen.“
Folk Roots, UK