DANÇAS OCULTAS IN CHINA UND KANADA

Nur Gutes gibt es aus dem Hause Danças Ocultas zu berichten: Nach erfolgreichen Sommerkonzerten mit der bezaubernden jungen brasilianischen Cellistin und Sängerin Dom la Nena wurde beschlossen diese Zusammenarbeit fortzuführen.

Das 25 jährige Bühnenjubiläum feierten Danças Ocultas mit einer ausgedehnten Konzertserie in Portugal mit dem Orquestra Filarmonia das Beiras und so illustren Gästen wie Carminho oder Rodrigo Leão.

Vom 7. bis 15. November 2015 ist das Quartett auf Tour in China, und für Februar 2016 wurden Danças Ocultas als einer von nur fünf Musikacts für die kanadische Börse RIDEAU ausgewählt. Felicitações, senhores!

JUAN CARLOS CACERES 1936-2015

Der alte Löwe ist nicht mehr.
Am Morgen des vergangenen Ostersonntag den 5. April ist der argentinisch-französische Pianist, Sänger, Komponist, Maler und Musikforscher Juan Carlos Cáceres in Paris verstorben. „Tango Negro“ war das Thema seiner Musik und seiner Forschungen. Der 1936 in Buenos Aires geborene Cáceres hat sein musikalisches Schaffen der afrikanischen Seele des Tango gewidmet, die in Argentinien so gerne vergessen und verdrängt wird. Seit 1968 lebte er in Paris und versah das Genre auch mit einer großen Portion französischer Eleganz. Mit seinem rhythmisch durchpulsten Klavierspiel und seiner heiseren Stimme zog er alle in den Bann. Musikalischer Rebell und Dissident, misstraute er zeitlebens allen Orthodoxien. Seine Klangsprache vereinte Jazz und Tango; so war er zu Beginn seiner Karriere der Botschafter des Jazz im Land des Tango und wurde später zum Missionar des Tango in Europa.
Adios Maestro, R.I.P.

„IMPRESSIONS“ NEUE CD VON MARTIN LUBENOV’S JAZZTA PRASTA

The King of Balkan Swing is back!
Nächste Woche ist es endlich soweit: Die sehnlichst erwartete erste von zwei für 2015 geplanten neuen Lubenov CDs – IMPRESSIONS von Martin Lubenov’s Jazzta Prasta – wird am 7. März 2015 im Rahmen des Internationalen Wiener Akkordeonfestivals präsentiert. Offizieller Releasetermin des beim renommierten Schweizer Jazzlabel UNIT RECORDSerscheinenden Albums ist der 17. April 2015.

Samurai Accordion (Finnland/Irland/Italien/Spanien)

The ultimate squeezebox experience

Der Name « Samurai » ist kein Zufall, ebensowenig wie der Titel des neuen Albums « TÉ oder 手» (japanisch für Hand). Es ist ein Blick zurück ins alte Japan, in unsere kollektive Phantasie. Der Samurai war ein edler Krieger im Dienst einer Sache, ebenso wie sich hier fünf wunderbare Musiker in den Dienst der Veredelung des Akkordeons gestellt haben. Man muss sich mit Körper und Seele in den Dienst dieses Instruments stellen, um ein solches Niveau an Virtuosität, Musikalität und Rafinesse zu erreichen. Die fünf haben es getan, und ihr neues Werk zeigt, welchen Atem fünf Hände hervorbringen können: TÉ klingt klug, zart, ausdrucksstark, zeitgenössich und traditionell, kräftig, überraschend und immer am Punkt… Einfach kunstvoll. Der Samurai im alten Japan war ein Meister in der Kunst der Kriegsführung, unsere Samurai sind Meister in der Kunst der Musik.

Nicht weniger als fünf der renommiertesten europäischen Namen des diatonischen Akkordeons – mit leichter Umbesetzung seit dem ersten Album – haben sich hier zusammengetan, nachdem jeder in seinem Bereich schon viel zum Aufschwung des Instruments beigetragen hatte: Riccardo Tesi aus der Toskana ist die graue Eminenz der neuen musica popolare Italiens. Er steht für den musikalischen Aufbruch der italienischen Folklore der 70er-Jahre. Simone Bottasso dagegen ist der wichtigste Vertreter der jungen aufstrebenden Szene. Der zupackende Kepa Junkera aus den Pyrenäen hat das Akkordeon an der Schnittstelle Spanien / Frankreich voll kommen erneuert. Sein Spiel hat eine unbändige Wucht. Markku Lepistö gehört zu den herausragenden Musikern der finnischen Volksmusik, er unterrichtet an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Das irische Urgestein David Munelly tourte mit den wichtigsten international erfolgreichen, mal mehr und mal weniger traditionellen irischen Gruppen rund um die Welt.

So wie den sagenumwobenen Figuren aus der japanischen Geschichte gelingt es ihnen, Mut und Eleganz des Ausdrucks zu vereinen. Kompositorischer Einfallsreichtum, klangliche Brillianz, die Einladung zum intimen Zuhören ebenso wie zum ausgelassenen Tanz: Diese fünf Herren garantieren ein Feuerwerk an Klängen und einen hinreissenden Abend.


Besetzung ab 2017

Simone Bottasso (Italien)
Kepa Junkera (Spanien)
Markku Lepistö (Finnland)
David Munnelly (Irland)
Riccardo Tesi (Italien)


Diskographie

2017 TÉ, Visage Music/Galileo MC
2011 Accordion Samurai, Homerecords.be


Erfolge

2012 Octaves de la Musique, Brüssel (BE)
2011 Grand Prix International du Disque de l’Académie Charles Cros, Paris (FR)


Presse

Ein magisch-sinnliches Notenfeuerwerk im Dienste des Akkordeons! … Die Musik der fünf ist zeitgemäss, jazzy, grenzenlos, aber eines ist sie ganz sicher: Diese Musik ist lebendig.
https://www.5planetes.com/fr/disques/samourai, FR

Die gemeinsame Reise geht klangsuchend bis ans Ende der Möglichkeiten der Instrumente. … Die Aufgabenteilung wurde durch den Zuzug der zwei Neuen ausgeweitet. Junkera steht eher für komplex strukturierte Kompositionen, Bottasso für Harmonie-Brüche und Rhythmus-Sprünge. Gerade weil von allen fünf viel Kompositions-Arbeit ins Repertoire investiert wurde, sind die Songs nicht einfach „konsumierbar“, sondern fordern eine hörende Auseinandersetzung.
Globalsounds.info, CH

Jedes Stück ist eine Reise. Die unterschiedlichen Einflüsse schaffen ein Klangmosaik aus den einzelnen Instrumenten und gleichzeitig einen gemeinsamen Ensembleklang, der sich der Kammermusik annähert. Subtiler Humor und Poesie drehen sich im zarten Dreivierteltakt.
Trad mag, FR

Abwechslungsreiche Harmonien, aufregende Klangfarben und neue Ideen die das Instrument aus der verstaubten Folk- und Trad-Ecke holen. Das musikalische Universum der Samurai ist reich und grenzüberschreitend …. Musik im Zeichen der Freiheit und des Austausches, ganz dem diatonischen Akkordeon gewidmet.
Accordéon&Accordéonistes, FR

Auch an den äusseren Rändern wirken die aufgelösten Harmonien nicht irgendwie jazzig oder elitär-neutönerisch, denn da bleibt immer das Bodenständige, die Folkwurzel hörbar. … Fünf diatonische Akkordeons, mal verspielt und zart, mal wuchtig und massiv, aber immer mit Spielwitz und Abenteuerlust.
Globalsounds.info, CH


Zamballarana (Korsika/Frankreich)

Orchestravagante Corsica

Zamballarana stammen aus dem korsischen Dörfchen Pigna, einem der kulturellen Brennpunkte im Nordwesten der wilden und geheimnisvollen „Ile de Beauté“: Die Gruppe wurde 1996 vom Musiker und Bühnenbildner Jerome Casalonga in der „Casa Musicale“ gegründet, einer legendären Kreativwerkstatt und Wiege künstlerischen Austausches. Die Zamballarana ist auf Korsisch eine etwas frivole, unkonventionelle Frau – und ganz in diesem Sinne bringt die Band die Wörter und Klänge der korsischen Musik zum Tanzen. Das Meer ist die Wiege ihrer romanischen Wurzeln aber auch der Weg der Inspiration, auf dem sich Zamballarana allen Kulturen der Welt annähern. Wie Gaukler erforschen die Musiker und Sänger eigenwillige Mixturen, erfinden und weben neue Klangfarben, jonglieren mit den Stilen und erweitern das Feld unseres Imaginären.

Archaische Männerpolyphonie wird mit Elementen von Jazz, orientalischer Musik und Latin sowie der innovativen Verwendung traditioneller korsischer Instrumente wie der 16-saitigen Zither Cetera, der Trommel Colombu und der Flöte Pivana zu einer aufregenden Mischung eingeschmolzen, die der Einzigartigkeit korsischer Musikkultur globale Standards verschafft.


Besetzung

Jérôme Casalonga – Komposition, Gesang, Saxophon, Klarinette
Laurent Barbolosi – Gesang, Violine, Trompete
Jérémy Lohier – Akkordeon, Gesang
Marco Tindiglia – Gitarre
Ricardo Barbera – Bass
Francesco Petreni – Schlagzeug


Diskographie

2012 Carnavale (Casa Editions)
2007 Camina (Casa Editions)
2004 Luna (Casa Editions)
1999 Lucia (Casa Editions)
1997 Zamballarana (Casa Editions)


Presse

„Sechs jungen Männern mit sonnigen Gemütern und einem sicheren Gespür für die Verschmelzbarkeit verschiedenster Folk-Stile gelingt mit ihrer Band Zamballarana eine unverfrorene Melange aus traditionellem korsischen Harmoniegesang, südamerikanischem Blech-Sound, Latin-Rhythmen und einer Vielzahl weiterer Stilelemente, die man teilweise erst beim zweiten oder dritten Hören (…) aufspürt.
Thüringer Allgemeine, D, 2009

Der nachhaltige Eindruck, den der spezielle, archaische Männergesang hinterlässt, wird durch die vielschichtigen Rhythmen und die bestechenden Instrumentalsoli gesteigert.
Concerto, A, 2008

„Frische und starke Emotionen!“
Le Monde de la Musique, F, 2005

“Diese Musik ist profan ohne Pathos, voller Frische und Enthusiasmus. Bravo!“
Trad Magazine, F, 2004

Riccardo Tesi (Italien)

Il Signore del Folk

Seit 30 Jahren hält Riccardo Tesi die Stellung als einer der einfallsreichsten Interpreten auf dem Organetto, dem diatonischen Knopfakkordeon. Als Ethnomusikologe erforschte er den Liscio, den Walzer seiner Heimat Toskana, die musikalischen Traditionen Süditaliens, des Balkans, Madagaskars, Afrikas oder Indiens ebenso wie den Jazz oder die Filmmusik Nino Rotas.

All das verschmilzt er mit seiner Banditaliana zu einer facettenreichen, fließenden und leicht tanzbaren Kunstmusik, die dennoch stark in der italienischen Tradition verwurzelt bleibt. Tesi hat mit zahlreichen KünstlerInnen der italienischen und internationalen World- und Jazzszene zusammengearbeitet (Elena Ledda, Patrick Vaillant, Gianluigi Trovesi, Gabriele Mirabassi, Gianmaria Testa etc). 2002 verlieh man ihm für die Verdienste um sein Instrument beim internationalen Akkordeonfestival in Castelfidardo den begehrten „Voce d’oro“ Preis, eine Ehre, die vor ihm bereits A. Piazolla, R. Galliano oder Gianni Coscia zuteil wurde.

In den mehr als 20 Jahren ihres Bestehens haben sich Banditaliana an die Spitze der internationalen World Music Szene gespielt. Sie verzaubern durch eine Musik ohne Grenzen, frisch und sonnig, innovativ und gleichzeitig eng mit ihren Wurzeln verbunden; eine breite Synthese aus Formen und Riten der toskanischen Tradition, mediterranen Klängen, Jazzimprovisationen und Canzoni d’autore. Originelle Kompositionen, Virtuosität sowie raffinierte Rhythmen und Arrangements kennzeichnen den Stil der Gruppe, die regelmässig bei den renommiertesten Folk&Jazz Festivals in Europa und Kanada zu Gast ist.


Besetzung Banditaliana

Riccardo Tesi – Akkordeon
Maurizio Geri – Gitarre, Gesang
Gigi Biolcati – Percussion
Claudio Carboni – Saxophon


Aktuelle Projekte

Riccardo Tesi & Banditaliana (Quartett)
Duo Riccardo Tesi (acc) & Maurizio Geri (guit/voc)
Trio Riccardo Tesi (acc) – Maurizio Geri (guit/voc) – Gabriele  Mirabassi (clar)
Riccardo Tesi CAMERISTICO (Quintett)
Riccardo Tesi PRESENTE REMOTO (Sextett)
BELLA CIAO mit Lucilla Galeazzi, Elena Ledda, Ginevra di Marco (Sextett)


Diskographie (Auszug)

2018 Riccardo Tesi & Banditaliana „Argento“ (Visage Music/Materiali Sonori)
2015 Riccardo Tesi & Lucilla Galeazzi, Elena Ledda u.a. „Bella Ciao“ (Visage Music/Galileo MC)
2014 Riccardo Tesi & Banditaliana „Maggio“ (Visage Music/Materiali Sonori)
2011 Riccardo Tesi & Banditaliana „Madreperla“ (Viavai/Materiali Sonori)
2010 Riccardo Tesi & Maurizio Geri „Sopra I Tetti Di Firenze“ (Materiali Sonori)
2007 Rioccardo Tesi „Solo Organetto“ (Cinq Planètes/Felmay)
2007 Riccardo Tesi „Presente Remoto“ (Il Manifesto)
2006 Riccardo Tesi & Claudio Carboni „Crinali“ (Felmay fy 8114)
2004 Riccardo Tesi & Banditaliana „Lune“ (Il Manifesto CD140)
2003 Riccardo Tesi „Acqua Foco e Vento“ (Dunya Records)
2001 Riccardo Tesi „Acqua, foco e vento LIVE“ (VM301)
2000 Riccardo Tesi & Banditaliana „Thapsos“ (Il Manifesto CD063)
1998 Riccardo Tesi „Banditaliana“ (Il Manifesto CD028)
1995 Riccardo Tesi „Un ballo liscio“ (Auvidis Tempo A 6242)
1995 Riccardo Tesi „Un ballo Liscio“ (Silex Y 225056)
1994 Riccardo Tesi, G. Trovesi & P. Vaillant „Colline” (Silex Y 225048)
1993 Riccardo Tesi, K. Junkera & J. Kirkpatrick „Trans-Europe Diatonique“ (Silex Y 225026)


Presse

„Multikulturell offen, emotional ergreifend und volkstümlich direkt: Der Musik von Riccardo Tesi kann man schlecht widerstehen. (…) Sein Erfolgsgeheimnis ist, dass er seine Musik stets klar, direkt und heiter hält.“
Akkordeonmagazin über Maggio, D, 2014

„Mediterrane Spielfreude mit Stil…..Tesi spielt für Romantiker, Tänzer und Zuhörer, sucht immer wieder nach verschütteten Überlieferungen und vereint mediterrane mit globalen Einflüssen.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, D, 2010

„… aufregende Arrangements, die den alten Liedern neues Leben einhauchen. Das ist eines dieser Alben das einem durch wiederholtes Hören ans Herz wächst – wahrscheinlich weil die Arrangements zum Teil ziemlich komplex sind. Ich bin jetzt soweit dass ich das Album liebe, es ständig hören muss, dem Zauber dieser Musik verfallen bin und jedes Mal noch neue Details entdecke. Kulturelles Interesse trifft auf höchsten Hörgenuss.“
Folkworld über Aqua , Fuoco e Vento, D, 2003

„Hier ist ein Werk entstanden, das swingt, folkt, jazzt und atmet. „Thapsos“ ist für mich ein heisser Anwärter auf das Album des Jahres.“
Folker! über Thapsos, D, 2002