NEUE ALBEN UNSERER KÜNSTLERINNEN

2018 war ein ausserordentlich produktives jahr für die KünstlerInnen unserer Agentur:

Der italienische Akkordeonist Riccardo Tesi und seine Banditaliana feiern ihr 25-jähriges Bandjubiläum mit Argento. Die albanische Stimmkünstlerin Elina Duni veröffentlichte mit Partir ihr erstes Soloalbum, auf dem sie sich in neun (!) Sprachen dem Thema Abschied und Aufbruch widmet. Amira Medunjanin, die coole Sevdah Queen aus Sarajavo, schenkte sich und uns für ihr 15 jähriges Bühnenjubiläum Ascending, aufgenommen mit den renommierten norwegischen Trondheim Solistene in den noch renommierteren Abbey Road Studios in London. Und Danças Ocultas schliesslich präsentieren Ende Oktober dentro desse mar, aufgenommen in Rio de Janeiro und produziert vom brasilianischen Cellisten und Produzenten Jaques Morelenbaum. Wir gratulieren!

Riccardo Tesi & Banditaliana, Argento, Visage Music / Galileo MC
Elina Duni, Partir, ECM
Amira Medunjanin & Tronheim Solistene, Ascending, Town Hill Colony / Croatia Records
Danças Ocultas, dentro desse mar, Sony / Galileo MC

AMIRA MEDUNJANIN AUF TOUR IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ

Die bosnische Billie Holiday – Sevdah Meets Jazz

Die Sängerin, Menschenrechtsaktivistin und weltweite Botschafterin der bosnischen Musik und Kultur präsentiert ihr neues Album DAMAR. Wie immer bezieht Amira Medunjanin ihre Inspiration aus  der tiefen Quelle der Sevdah, des „Herzschlags“ der bosnischen Musik. Aber zum ersten Mal sind auch Neukompositionen dabei, und das kraftvolle, eigenwillige Pianospiel von Bojan Z und der an Flamenco erinnernde Stil des Gitarrenvirtuosen Boško Jović verwandeln Amiras Lieder in ein mächtiges emotionales Statement, das weit über ihre Heimat Bosnien hinausweist.

Die „bosnische Billie Holiday“ (Gay Cartwright) wurde in Sarajevo zu einer Zeit geboren, als die traditionelle Musik in Ex-Jugoslawien eine Hochblüte erlebte. Von ihrer Mutter lernte sie die schönsten Sevdalinke (Sevdah-Lieder), und bald war sie von der mündlich überlieferten Gesangstradition Bosnien-Herzegowinas so fasziniert, dass sie es sich zur Aufgabe machte, die Ausdruckskraft der Sevdah bis ins letzte zu erforschen und ihr eine unverwechselbare Stimme zu verleihen.

2017 wurde Amira Medunjanin vom britischen Magazin Songlines unter die Top Ten of World Music Divas gereiht.

KOMMENDE LIVETERMINE
28-04-17 München (DE), Gasteig • 29-04-17 Wien (AT), SIMM City • 05-05-17 Stuttgart (DE), Liederhalle • 06-05-17 Frankfurt (DE), Saalbau Volkshaus Sossenheim • 07-05-17 Düsseldorf (DE), Capitol Theater • 23-05-17 Baden (AT), Cinema Paradiso • 24-05-17 La Chaux de Fonds (CH), L’Heure Bleue • 26-05-17 Genève (CH), Le Temple de St. Gervais • 28-05-17 Ettiswil (CH), Stimmenfestival • 18-08-17 St. Gallen (CH), Schutzengelkapelle • 19-08-17 Rorschach (CH), Carmen Würth Saal • 24-08-17 Innsbruck (AT), Treibhaus • 26-08-17 Saaldfelden (AT), Internationales Jazzfestival • 17-09-17 Berlin (DE), Admiralspalast

RENATO BORGHETTI MEETS VINCENT PEIRANI IN COLOMBIA

Am 11. Jänner 2017 kommt es zu einem Akkordeon-Gipfeltreffen der besonderen Art: Beim wunderbaren Festival Internacional de Música in Cartagena de Indias in Kolumbien, das dieses Jahr im Zeichen Frankreichs steht, werden der südbrasilianische Akkordeongaúcho Renato Borghetti und der südfranzösische Jazzer Vincent Peirani mit ihren Ensembles und einem Jugendorchester aus Cartagena gemeinsam auf der Bühne stehen. Diese Weltpremiere findet vor der beeindruckenden Hafenkulisse Cartagenas statt und wird live vom kolumbianischen Fernsehen übertragen.

RENATO BORGHETTI PRESENTS „GAITA NA FÁBRICA“ ON TOUR IN EUROPE

GAITA NA FÁBRICA – Sounds from the Squeezebox Factory!

Renato Borghetti und sein Quartett präsentieren ihr neues Projekt „Akkordeon in der Fabrik“, das zur Gänze in der FABRICA DE GAITEROS produziert wurde. Diese „Fabrik der Akkordeonisten“ liegt ganz in der Nähe von Renatos Ranch bei Porto Alegre in Südbrasilien, und sie ist das neue Herzensprojekt des charismatischen Akkordeonstars. Es ist ein magischer, inspirierender Ort, an dem Kinder und Jugendliche ihre Liebe zur Musik entwickeln und gleichzeitig das Spiel auf der „Gaita Ponto“ erlernen können, dem für Südbrasilien typischen diatonischen Knopfakkordeon. Die neue CD des Quartetts ist das Ergebnis dieser besonderen Atmosphäre. Zu hören ist eine ausgereifte  und zeitgemässe Bearbeitung der typischen Rhythmen des brasilianischen Südens – Milongas, Vaneiras, Xote und Chamamés, dargeboten in einer ungewöhnlichen und fast klassischen Besetzung: Piano (Vitor Peixoto), Flöte/Sax (Pedro Figueiredo) und akustische Gitarre (Daniel Sá, der auch für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnet).

Im Oktober und November kommt das RENATO BORGHETTI QUARTETO auf Releasetour nach Europa:
18-10 Oldenburg (DE), Theater Laboratorium・19-10 Berlin (DE), UFA Fabrik・21-10 Halle (DE), Festival Akkordeon Akut!・22-10 Esslingen (DE), Kulturzentrum Dieselstrasse・23-10 Langenau (DE), Pfleghof・25-10 Wien (AT), Porgy&Bess・・26-10 Bad Gastein (AT), Jazz im Sägewerk・27-10 Innsbruck (AT), Treibhaus・28-10 Treviglio BG (IT), Teatro Nuovo TBC・29-10 Thalwil (CH), Hotel Sedartis, Thalwil Jazz Club・30-10 Wolfach (DE), Klausenbauernhof ・01-11 Altamura (IT), Teatro Mercadante, Suoni della Murgia Winter・03-11 Cluj (RO), Ungarisches Nationaltheater・05-11 Torres Vedras (PT), Festival Accordeões do Mundo

Elina Duni (Albanien/Schweiz)

La Fille de l’Air

Geboren 1981 als Tochter einer Künstlerfamilie in der albanischen Hauptstadt Tirana, stand Elina Duni mit fünf Jahren erstmals auf einer Bühne. Sie lernte Geige, nahm an Kinderfestivals teil und sang in Radio und TV. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes zog sie 1992 in die Schweiz und studierte in Genf klassisches Klavier, entdeckte dort aber auch den Jazz für sich. Nach Film-, Theater- und Jazzprojekten in Albanien und der Schweiz studierte sie in Bern Jazzgesang und Komposition, gründete ihr Elina Duni Quartett und begann sich mit Volksliedern ihrer Heimat und anderer Balkanländer auseinanderzusetzen. Heute singt sie diese in eigenen Arrangements, aber in den Originalsprachen und bringt ganz ungewohnte Farben in den Jazz.

Nach zwei Veröffentlichungen (Baresha 2008 und Lume, Lume 2010) auf dem deutschen Label Meta Records erscheinen 2012  Matanë Malit (Hinter dem Berg) und 2015 Dallendyshë (Die Schwalbe) bei ECM. Die albanischen Lieder werden hier voller Leichtigkeit und Subtilität gespielt und beide Alben von der europäischen Presse hoch gelobt. 2014 erscheint im Kosovo und in Albanien Elina Dunis erstes Soloalbum Muza e Zezë (die schwarze Muse), auf welchem sie sich als Singer-Songwriterin vorstellt.

2017 ist Elina Duni eine der Gewinnerinnen des Schweizer Musikpreises und startet drei neue Projekte: Ein Duo mit dem Londoner Gitarristen Rob Luft, Tribute to Billie Holiday mit dem Pianisten Jean-Paul Brodbeck und Aksham, ein Quintett mit dem Pianisten Marc Perrenoud und Trompeter David Enhco.

Im April 2018 ist Elinas neue Solo- Kreation Partir (Aufbrechen) bei ECM erschienen: In neun (!) Sprachen singt sie alte Volkslieder, Chansons und Singer-Songwriter Balladen zum Thema Abschied und Aufbruch, zu denen sie sich selbst an Gitarre, Klavier oder Perkussion begleitet.

„Ich bin das Kind einer Familie, die schon einmal gegen den Faschismus gekämpft hat. Deshalb ist mir jede Form von Nationalismus zuwider. Gesellschaften, die sich abschotten wollen, sind ängstliche Gesellschaften. Wir alle müssen wieder lernen zu kämpfen für Dinge, die uns selbstverständlich geworden sind und die wir als gegeben annehmen.“ (Elina Duni)


Aktuelle Projekte

Elina Duni Solo „Partir“
Duo Elina Duni & Rob Luft
Quintet „Aksham“


Diskographie

2018 Partir, ECM
2015 Dallëndyshe, ECM
2014 Muza e Zezë
2012 Matane Malit, ECM
2010 Lume, Lume, Meta Records
2008 Baresha, Meta Records


Erfolge

2017 Schweizer Musikpreis
2015 Diaspora Award, Botschaft des Kosovo, Schweiz
2013 Kult Award für „Matanë Malit“, Tirana, Albanien
2012 Jazz Pott Preis, Essen, Deutschland
2010 Pro Helvetia „Priority Jazz “ für Elina Duni Quartet, Schweiz
2008 HKB Preis, Bern, Schweiz
2008 „Coup de Coeur 2008“ Bern, Schweiz
2007 Friedl Wald Preis, Schweiz


Presse

„…eine berückende Intimität, die in ihrer Nachdenklichkeit gefangen nimmt. Bei ihr gilt es Grenzen zu überwinden, um die Schönheit der Poesie zu kämpfen, Authentizität und Respekt auszuleben. So wird jeder ihrer Songs zu einem überzeugenden Rezital, zu einer tiefgründigen Hommage aufrichtiger Menschlichkeit.“
Kulturkomplott, DE, 2018

„Dieses Album ist aus einem Guss. Auf einen  nachdenklichen Ton ist es gestimmt,obwohl es vom Aufbruch handelt. Aber es ist eben kein euphorischer oder gar leichtfertiger Aufbruch. Elina Duni besingt ihn miterdiger Präsenz und beherrschter Kraft.“
Neue Züricher Zeitung, CH, 2018

„Ihre Stimme ist rein und klar und von einer Innigkeit, die transparenter geworden ist. Sie hält nicht fest, sondern entlässt einen bei aller Melancholie in etwas Hoffnungsvolles und Befreiendes.“
Kulturtipp, CH, 2018


Lucilla Galeazzi (Italien)

Die Pasionaria des Italienischen Folk

Sie ist die zur Zeit aktivste, vielseitigste und bekannteste unter den großen italienischen Volkssängerinnen, und sie hat sich nie auf die Volksmusik beschränkt. Nach vielen Jahren mit Giovanna Marini und Christina Pluhars L’Arpeggiata tourt sie nun als Gastsolistin oder mit ihren eigenen musikalischen Projekten und trägt die Tradition der wunderbaren alten italienischen Lieder hinaus in die Welt.

Lucilla Galeazzi stammt aus der Industristadt Terni in Umbrien und begann ihre Karriere als Popsängerin. Nach der prägenden Begegnung mit den Ethnomusikologen Valentino Paparelli und Alessandro Portelli jedoch wandte sie sich der Volkmusik zu. Ihre Lehrjahre absolvierte sie im legendären Vokalquartett von Giovanna Marini, mit dem sie sich bald einen internationalen Namen machte, und bei Maestro Roberto de Simone und der Produktion „Stabat Mater“, mit der sie zum ersten Mal auf der Bühne der Oper in Neapel stand und auf USA Tournee ging. 1987 gründet sie ihr ersten eigenes Trio Il Trillo mit Ambrogio Sparagna und Carlo Rizzo und bemüht sich um eine zeitgemäße Version der mündlich überlieferten Lieder, und mit der Zeit erweitert sie ihr Repertoire auch Richtung Barock und Jazz.

Sie stand in den Opernhäusern von Neapel, Berlin, Hamburg bis New York auf der Bühne und arbeitete mit den Stars der internationalen Folkloreszene zusammen, mit Elena Ledda aus Sardinien, mit Maria Del Mar Bonet aus Mallorca, der portugiesischen Fado-Sängerin Teresa Salgueiro, der Argentinierin Mercedes Sosa oder dem algerischen Rai-Sänger Cheb Kaled. Mit den französischen Jazzmusikern Michel Godard und Vincent Courtois gründete sie das Trio Rouge, als Mitglied von Christina Pluhars Barockensemble L’Arpeggiata tourte sie viele Jahre um die Welt.

Lucilla ist Mitglied des erfolgreichen Projekts Bella Ciao, das die Arbeiterinnen- und Partisanenlieder des historischen italienischen Folk Revivals 50 Jahre später wieder auf die Bühne bringt, und in den letzten Jahren tritt Lucilla Galeazzi auch verstärkt mit eigenen Themenproduktionen an die Öffentlichkeit – wie zum Beispiel Il Fronte delle Donne anlässlich des hundertjährigen Gedenkens an den Ersten Weltkrieg, oder La Nave a Vapore  das sich der Geschichte der großen italienischen Auswanderungswellen widmet. Und vor kurzem erschien das Album Alegria e Libertà, eine internationale Koproduktion mit den galizischen Frauenstimmen des belgischen Ensembles Ialma, Didier Laloy am Akkordeon und  Carlo Rizzo am Tamburello.


Aktuelle Projekte

Solo Lucilla Galeazzi vocal & guitar
Duo Quanti Canti Lucilla Galeazzi & Stefania Placidi (vocals & guitars)
Trio Trad Lucilla Galeazzi vocals / Marcello Vitale guitar / Carmine Bruno perc
Trio Rouge Lucilla Galeazzi vocals / Michel Godard tuba / Vincent Courtois cello
Festa Italiana Lucilla Galeazzi & Quintet
Allegria & Libertà Lucilla Galeazzi & vocal quartet Ialma (BE) – acc – perc


Diskographie

2018 Alegria e Libertà, Lucilla Galeazzi/Ialma/Didier Laloy/Carlo Rizzo/Maarten Decombel (Homerecoerds/Galileo MC)
2015 Bella Ciao, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Elena Ledda etc (Visage Music/Galileo MC)
2013 Festa Italiana, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Ancora Bella Ciao, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Sopra i Tetti di Firenze, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Maurizio Geri (Manifesto)
2006 Amore e Acciaio, Lucilla Galeazzi (Zonedimusica)
2005 Stagioni, Lucilla Galeazzi (Buda Musique)
2004 Trio Rouge, Lucilla Galeazzi/Michel Godard/Vincent Courtois (Intuition)
2004 All’Improvviso, Lucilla Galeazzi & Christina Pluhar’s L’Arpeggiata (Alpha Production)
2002 Renaissance, Philippe Eidel & Lucilla Galeazzi (Naive)
2002 La Tarantella, Lucilla Galeazzi (Alpha Production)
2001 Lunario, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1997 La Via dei Romei, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi
1997 Cuore di Terra, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1993 Giovà il Servo del Ré, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi (BMG)
1992 Il Trillo, Lucilla Galeazzi / Ambrogio Sparagna / Carlo Rizzo (Thelonius)
1984 Anninnia, Paolo Damiani & Lucilla Galeazzi (Nueva)


Presse

“Lucilla Galeazzi singt nicht nur, sondern erzählt die Lieder ihrer Heimat und reisst das Publikum mit. Mit ihrer Stimme, die gerade das richtige Quentchen Rauhheit aufweist, zieht sie den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal in ihren Bann.”
Bachtrack, UK

„Trio Rouge verbindet folkloristische Tradition mit dem Jazz, bekanntes Liedgut mit hinreißenden Improvisationen. Das hat Temperament und Sentiment, unterhält und erfreut Herz und Verstand, verbindet federleichte souveräne Virtuosität und authentisches Musikantentum aufs Beste.“
Oberösterreichische Nachrichten, AT

So exquisit und gleichzeitig bodenständig wie die Küche dieser Region, so wirkt auch die „Grande Dame des italienischen Volksliedes“, die aus Terni in Umbrien kommt: Lucilla Galeazzi. Auf der Bühne besticht sie mit ihrer Natürlichkeit und ihrer glasklaren Stimmfarbe, als ob sie das Singen gar nicht habe lernen müssen.”
SWR, DE

 

GERHARD EDER 1951-2015

Über Jahrzehnte war er eine der Schlüsselfiguren des österreichischen und europäischen Jazz – visionärer Gründer und langjähriger Leiter des Jazzfestivals Saalfelden und während der letzten zehn Jahre erfolgreicher künstlerischer Leiter des Jazz&The City Festivals in Salzburg. Am 04. September 2015 ist Gerhard Eder völlig unerwartet und viel zu früh aus dem Leben geschieden. Ruhe sanft, mein Freund und musikalischer Wegbegleiter.

JUAN CARLOS CACERES 1936-2015

Der alte Löwe ist nicht mehr.
Am Morgen des vergangenen Ostersonntag den 5. April ist der argentinisch-französische Pianist, Sänger, Komponist, Maler und Musikforscher Juan Carlos Cáceres in Paris verstorben. „Tango Negro“ war das Thema seiner Musik und seiner Forschungen. Der 1936 in Buenos Aires geborene Cáceres hat sein musikalisches Schaffen der afrikanischen Seele des Tango gewidmet, die in Argentinien so gerne vergessen und verdrängt wird. Seit 1968 lebte er in Paris und versah das Genre auch mit einer großen Portion französischer Eleganz. Mit seinem rhythmisch durchpulsten Klavierspiel und seiner heiseren Stimme zog er alle in den Bann. Musikalischer Rebell und Dissident, misstraute er zeitlebens allen Orthodoxien. Seine Klangsprache vereinte Jazz und Tango; so war er zu Beginn seiner Karriere der Botschafter des Jazz im Land des Tango und wurde später zum Missionar des Tango in Europa.
Adios Maestro, R.I.P.

Gaia Cuatro (Japan/Argentinien)

Eine unerwartete Begegnung zwischen Argentinien und Japan an der Grenze zum Jazz

Die Intensität und Heissblütigkeit argentinischer Musik gemeinsam mit der Raffinesse der musikalischen Tradition Japans bilden das Rohmaterial dieses aussergewöhnlichen Quartetts. Alles begann mit der Begegnung von zwei emblematischen Figuren der japanischen Jazzszene mit zwei innovativen argentinischen Jazzmusikern, die sich bereits in Europa einen Namen gemacht hatten.

Die atemberaubende Virtuosität der Violinistin Aska Kaneko – in ihrer Heimat seit langem ein Star – findet ihre ideale Basis in den feinsinnigen und doch feurigen Kompositionen Gerardo di Giustos, und durch das perfekte Gleichgewicht und die subtile Rhythmik des Dialogs zwischen dem Bassisten Carlos „el tero“ Buschini und dem Perkussionisten Yahiro Tomohiro fügt sich alles zu einem überraschenden Ganzen.

Vier Musiker die die Kunst der Improvisation zur höchsten Perfektion bringen, sich fröhlich über etablierte Konventionen hinwegsetzen und wie nebenbei eine vollkommen neuartige Musik schaffen, deren Natürlichkeit und Eleganz sie in unseren Ohren doch wieder seltsam vertraut klingen lässt.


Besetzung

Gerardo di Giusto – piano
Aska Kaneko – Violine
Carlos “el tero” Buschini – Bass, Kontrabass
Tomohiro Yahiro – Schlagzeug


Diskographie

2015 Kaze feat. Paolo Fresu, Solis String Quartet (Abeat Records)
2010 Haruka feat. Paulo Fresu (Abeat Records)
2008 Udin (Abeat Records)
2007 Gaia Cuatro (Cristal Records)


Presse

“Jazzimprovisation zwischen japanischen und argentinischen Musikern mag manchem etwas seltsam vorkommen, und doch wurden die BesucherInnen des Teatro Verme eines Besseren belehrt. Das Konzert von Gaia Cuatro bot die unerwartet positive Überrraschung eines erfolgreichen Brückenschlags zwischen zwei Kulturen, die so gut wie gar nichts miteinander zu tun haben“.
IFG Online, Mailand 2007

„Die argentinisch- japanische Formation mit ihrer vollkommen neuartigen musikalischen Fusion war sicher der originellste Beitrag zur aktuellen Saison von Charleville Action Jazz.“
L’Ardennais 2007

„Diese höchst gelungene Mischung beruht zu einem grossen Teil auf der Qualität der Kompositionen, aber auch der engen Verbundenheit der Musiker und ihrer enormen Spielfreude, die vom ersten Moment an mit dem Publikum zu teilen wissen.“
L’Ardennais 2007