BRANKO GALOIĆ & FRANCISCO CÓRDOVIL AUF TOUR IN DEUTSCHLAND & ÖSTERREICH

Yugorock mit Poesie und Tiefgang und Pariser Charme

Wie so viele wichtige Begegnungen geschah auch diese ganz spontan: Der kroatische Songpoet und Gitarrist Branko Galoić und der portugiesische  Gitarrenvirtuose Francisco Córdovil trafen einander im Chez Adel, einem typischen Pariser Künstlertreff. Bei einer gemeinsamen Jamsession funkte es sofort – auf fast magische Weise funktionierte eine Art Südverbindung zwischen zwei Musikern, die seit vielen Jahren fern ihrer Herkunftsländer leben. Brankos Balkan Roots und Franciscos portugiesischer und Flamencoeinfluss verschmolzen zu einer explosiven Mischung, und das Pariser Publikum war verzaubert.

Letzten Sommer hat Branko mit seinem SKAKAVAC ORKESTAR Publikum wie Veranstalter bei Sommerfestivals in Deutschland, Österreich, Italien und Ungarn entzückt. Vor kurzem ist in Frankreich sein neues  Duoalbum ONE WITH THE WIND mit Francisco Córdovil erschienen, mit dem die beiden ab morgen 31. März zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum auf Tour sind.

KOMMENDE LIVETERMINE

DUO BRANKO GALOIĆ & FRANCISCO CORDOVIL
31-03-17 Kehl (DE), Stadthalle SOLD OUT
01-04-17 Wolfach (DE), Klausenbauernhof
02-04-17 Passau (DE), Café Museum
03-04-17 Salzburg (AT), Gastlokal Fridrich
04-04-17 Freistadt (AT), Local-Bühne
05-04-17 Wien (AT), Sargfabrik

Zum Vormerken:
BRANKO GALOIĆ & SKAKAVAĆ ORKESTAR
06-07-17 Rudolstadt (DE), TFF Rudolstadt

RENATO BORGHETTI MEETS VINCENT PEIRANI IN COLOMBIA

Am 11. Jänner 2017 kommt es zu einem Akkordeon-Gipfeltreffen der besonderen Art: Beim wunderbaren Festival Internacional de Música in Cartagena de Indias in Kolumbien, das dieses Jahr im Zeichen Frankreichs steht, werden der südbrasilianische Akkordeongaúcho Renato Borghetti und der südfranzösische Jazzer Vincent Peirani mit ihren Ensembles und einem Jugendorchester aus Cartagena gemeinsam auf der Bühne stehen. Diese Weltpremiere findet vor der beeindruckenden Hafenkulisse Cartagenas statt und wird live vom kolumbianischen Fernsehen übertragen.

RENATO BORGHETTI PRESENTS „GAITA NA FÁBRICA“ ON TOUR IN EUROPE

GAITA NA FÁBRICA – Sounds from the Squeezebox Factory!

Renato Borghetti und sein Quartett präsentieren ihr neues Projekt „Akkordeon in der Fabrik“, das zur Gänze in der FABRICA DE GAITEROS produziert wurde. Diese „Fabrik der Akkordeonisten“ liegt ganz in der Nähe von Renatos Ranch bei Porto Alegre in Südbrasilien, und sie ist das neue Herzensprojekt des charismatischen Akkordeonstars. Es ist ein magischer, inspirierender Ort, an dem Kinder und Jugendliche ihre Liebe zur Musik entwickeln und gleichzeitig das Spiel auf der „Gaita Ponto“ erlernen können, dem für Südbrasilien typischen diatonischen Knopfakkordeon. Die neue CD des Quartetts ist das Ergebnis dieser besonderen Atmosphäre. Zu hören ist eine ausgereifte  und zeitgemässe Bearbeitung der typischen Rhythmen des brasilianischen Südens – Milongas, Vaneiras, Xote und Chamamés, dargeboten in einer ungewöhnlichen und fast klassischen Besetzung: Piano (Vitor Peixoto), Flöte/Sax (Pedro Figueiredo) und akustische Gitarre (Daniel Sá, der auch für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnet).

Im Oktober und November kommt das RENATO BORGHETTI QUARTETO auf Releasetour nach Europa:
18-10 Oldenburg (DE), Theater Laboratorium・19-10 Berlin (DE), UFA Fabrik・21-10 Halle (DE), Festival Akkordeon Akut!・22-10 Esslingen (DE), Kulturzentrum Dieselstrasse・23-10 Langenau (DE), Pfleghof・25-10 Wien (AT), Porgy&Bess・・26-10 Bad Gastein (AT), Jazz im Sägewerk・27-10 Innsbruck (AT), Treibhaus・28-10 Treviglio BG (IT), Teatro Nuovo TBC・29-10 Thalwil (CH), Hotel Sedartis, Thalwil Jazz Club・30-10 Wolfach (DE), Klausenbauernhof ・01-11 Altamura (IT), Teatro Mercadante, Suoni della Murgia Winter・03-11 Cluj (RO), Ungarisches Nationaltheater・05-11 Torres Vedras (PT), Festival Accordeões do Mundo

REICHLICH NEUE CDS ZUM NEUEN JAHR

Jede Menge neue Releases gibt es von unseren KünstlerInnen zu vermelden: NAVEGAMUNDOS der argentinischen Zwillingsschwestern Las Hermanas Caronni erschien im November des Vorjahres (Le Grand Fleuve/L’Autre Distribution) und wird Ende Jänner bei der Kulturbörse Freiburg und einigen Schweiz-Terminen präsentiert. Das japanisch-argentinische Quartet Gaia Cuatro präsentiert mit KAZE sein viertes gemeinsames Album, diesmal unter der hochkarätigen Mitwirkung von Paolo Fresu und des Solis String Quartet. ANGEL SONG (Silvox Records) des kroatischen Singer Songwriters Branko Galoic wurde vor kurzem in Paris präsentiert, und die portugiesischen Akkordeonzauberer Dancas Ocultas haben sich ihr 25 jähriges Bühnenjubiläum mit der wunderbaren Live CD AMPLITUDE (Uguru/Sony Portugal) versüsst, die am 12. Februar erscheinen wird.

DANÇAS OCULTAS IN CHINA UND KANADA

Nur Gutes gibt es aus dem Hause Danças Ocultas zu berichten: Nach erfolgreichen Sommerkonzerten mit der bezaubernden jungen brasilianischen Cellistin und Sängerin Dom la Nena wurde beschlossen diese Zusammenarbeit fortzuführen.

Das 25 jährige Bühnenjubiläum feierten Danças Ocultas mit einer ausgedehnten Konzertserie in Portugal mit dem Orquestra Filarmonia das Beiras und so illustren Gästen wie Carminho oder Rodrigo Leão.

Vom 7. bis 15. November 2015 ist das Quartett auf Tour in China, und für Februar 2016 wurden Danças Ocultas als einer von nur fünf Musikacts für die kanadische Börse RIDEAU ausgewählt. Felicitações, senhores!

NEUE ALBEN VON RICCARDO TESI UND MARIA JOÃO

cover_plasticoDie portugiesische Vokalakrobatin wagt sich mit der Formation OGRE in ungewohnte Gefilde: Ihre neue CD Plástico (Releasetermin D-A-CH am 04.09.2015, Espuma Preta / O-Tone Music / Edel Kultur) ist ein Hybrid aus Jazz und Elektronik, mit dem Maria João sämtliche musikaliasche Genregrenzen hinter sich lässt. Ein Sound zwischen digitaler und analoger Welt, zusammengehalten von einer außergewöhnlichen Stimme.

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Der italienische Tastenzauberer Riccardo Tesi erweckt mit Bella Ciao (Visage Music) die Klassiker des italienischen Folk Revivals zu neuem Leben – unter Mitwirkung der grossen italienischen Frauenstimmen von Lucilla Galeazzi, Elena Ledda und Ginevra di Marco.

EINE ZEIT DER ABSCHIEDE…

… war das erste Halbjahr 2015:

Anfang April ist Juan Carlos Cáceres seinem Krebsleiden erlegen, und im Mai, kurz nach seiner ersten erfolgreichen Europatournee, ist Renato Borghettis Duopartner Artur Bonilla bei einem Autounfall in Brasilien ums Leben gekommen.

Das internationale Akkordeonkollektiv Samurai hat sich aufgelöst, und die Zusammenarbeit mit Martin Lubenov und Maja Osojnik wurde beendet.

JUAN CARLOS CACERES 1936-2015

Der alte Löwe ist nicht mehr.
Am Morgen des vergangenen Ostersonntag den 5. April ist der argentinisch-französische Pianist, Sänger, Komponist, Maler und Musikforscher Juan Carlos Cáceres in Paris verstorben. „Tango Negro“ war das Thema seiner Musik und seiner Forschungen. Der 1936 in Buenos Aires geborene Cáceres hat sein musikalisches Schaffen der afrikanischen Seele des Tango gewidmet, die in Argentinien so gerne vergessen und verdrängt wird. Seit 1968 lebte er in Paris und versah das Genre auch mit einer großen Portion französischer Eleganz. Mit seinem rhythmisch durchpulsten Klavierspiel und seiner heiseren Stimme zog er alle in den Bann. Musikalischer Rebell und Dissident, misstraute er zeitlebens allen Orthodoxien. Seine Klangsprache vereinte Jazz und Tango; so war er zu Beginn seiner Karriere der Botschafter des Jazz im Land des Tango und wurde später zum Missionar des Tango in Europa.
Adios Maestro, R.I.P.

Maria João (Portugal)

Portugals Grande Dame der Stimmakrobatik

Es ist schwer, die Sängerin Maria Joao in eine musikalische Schublade zu stecken. Schon alleine deshalb, weil sie mit jedem ihrer Alben künstlerisches Neuland beschreitet. Avantgarde, moderner Jazz, lateinamerikanische Musik, portugiesische Folklore – Maria Joao bedient sich der unterschiedlichsten Genres und macht sich diese durch ihre persönliche Art der Interpretation zu eigen. Mit grösster Anmut und explosiver Emotionalität setzt sie ihre Songs theatralisch um, sie untermalt das Geschehen mit dramatischer Körpersprache, Gesten und Tanzschritten. Ihre Stimme der unbegrenzten Möglichkeiten wechselt ansatzlos Farbe und Attacke, juchzt, haucht und flüstert mit faszinierender Eindringlichkeit.

Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie regelmässig mit dem Pianisten Mário Laginha zusammen, mit dem sie Dutzende von Alben veröffentlicht und hunderte Konzerte auf der ganzen Welt gegeben hat. Der unverwechselbare Stil der beiden ist klar vom Jazz beeinflusst und vermischt sich mit portugiesischer Volksmusik ebenso wie mit brasilianischen, afrikanischen und klassischen Elementen, getragen von einem verlässlichen Mix aus Formendisziplin, Kreativität, Intuition, Zusammenspiel und technischer Brillanz.

Abseits ihrer Arbeit mit Mário Laginha stand Maria Joao bereits mit zahlreichen portugiesischen und internationalen (Jazz)Grössen auf der Bühne wie z.B. António Pinho Vargas, Carlos Bica, Gilberto Gil, Joe Zawinul, Laureen Newton, Miroslav Vitous, Charlie Mariano, Aki Takase, Niels Henning, um nur einige zu nennen. Mit ihrem aktuellen Projekt OGRE hat sie in letzter Zeit begonnen, sich verstärkt der Verbindung zwischen Jazz, Pop und Elektronik zuzuwenden. 2017 wird das Trio ein neues Album mit Shakespeare Sonetten herausbringen. Und auf MAR AFORA, Marias allerneuestem Duoprojekt mit dem brasilianischen Gitarristen Guinga, widmet sie sich ihrer Liebe zur MPB, der Música Popular Brasileira.


Aktuelle Projekte

Guinga & Maria João (duo guitar & vocals)
Maria Joao OGRE (trio or quintet, vocals & electronics)
Maria Joao & Mario Laginha Iridescente (quartet)
Maria Joao & Mario Laginha (duo voice & piano)


Diskographie

2015 Mar Afora, Guinga & Maria João
2014 Plástico, Maria Joao OGRE
2012 Iridescente, Maria Joao & Mário Laginha
2012 Electrodoméstico, Maria Joao OGRE
2011 Amoras e Framboesas
2010 Follow the Songlines, Maria Joao & David Linx & Mário Laginha
2008 Maria Joao & Mário Laginha
2007 Joo
2004 Tralha, Maria Joao & Mário Laginha
2002 Undercovers
2001 Mumadj
2000 Chorinho Feliz, Maria Joao & Mário Laginha
1999 Lobos, Rabosas e Coiotes, Maria Joao & Mário Laginha
1998 Cor, Maria Joao & Mário Laginha
1996 Fábula
1994 Dancas, Maria Joao & Mário Laginha
1992 Sol
1992 Alice
1989 Looking for Love, Maria Joao & Aki Takase
1986 Conversa
1985 Cem Caminhos
1983 Quinteto Maria Joao


Presse

„Die portugiesische Sängerin setzt mit der Stimme fort, was die elektronischen Instrumente andeuten, macht wilde Sound-Eskapaden daraus, kokettiert mit Klangcharakteren von kieksenden Jungmädchenphrasen bis hin zu schamanenhaftem Bass oder nimmt alle Opulenz zurück, um in fragile gestalterische Feinheit zu münden…. So entsteht Musik mit großer Bildkraft und vielen überraschenden Sounddetails, die weit über Maria Joãos gewohnten Jazzkosmos hinausreicht.“
Süddeutsche Zeitung, DE, OGRE live im Bayrischen Hof, 2016

Zwischen digitaler und analoger Musikwelt bewegt sich Maria João mit spürbarer Entdeckerlust. Mal mit hingehauchter Kleinmädchenstimme, dann elektronisch verzerrt, hochemotional oder rotzig improvisierend.
Jazzthetik 
über Plástico, DE, 2015 


Die Grundhärte der Klänge ergibt einen tollen Kontrast zu ihrer Stimme […] für die João Fans bietet Plástico eine willkommene Abwechslung und eine völlig neue Seite der Sängerin und die Möglichkeit, sich viele neue Fans zu erobern – mutig und cool.
Concerto über Plástico, AT, 2015

„Die elektrifizierende Bühnenpräsenz von Maria Joao fesselte das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute. Ihr gewaltiger Stimmumfang von ganz tief bis ganz hoch und ihre schier unbegrenzte Improvisationsfähigkeit machen sie einfach unverwechselbar. … Abwechselnd klang ihre Stimme wie die einer arabischen Sängerin, dann wieder wie ein alter Candomblé-Priester – eine schlichtweg atemberaubende Performance.“
Rollling Stone Brasil, 2012

„Der Umfang von Maria Joaos Stimme ist aussergewöhnlich, im Klang ebenso wie in der Dynamik, und der Überschwang ihrer Improvisation verspricht alle Grenzen niederzureissen – die des musikalischen Genres, der Identität und vielleicht auch die der Gesetze des physischen Universums.“
Tromsoby, N, 2012