RENATO BORGHETTI PRESENTS „GAITA NA FÁBRICA“ ON TOUR IN EUROPE

GAITA NA FÁBRICA – Sounds from the Squeezebox Factory!

Renato Borghetti und sein Quartett präsentieren ihr neues Projekt „Akkordeon in der Fabrik“, das zur Gänze in der FABRICA DE GAITEROS produziert wurde. Diese „Fabrik der Akkordeonisten“ liegt ganz in der Nähe von Renatos Ranch bei Porto Alegre in Südbrasilien, und sie ist das neue Herzensprojekt des charismatischen Akkordeonstars. Es ist ein magischer, inspirierender Ort, an dem Kinder und Jugendliche ihre Liebe zur Musik entwickeln und gleichzeitig das Spiel auf der „Gaita Ponto“ erlernen können, dem für Südbrasilien typischen diatonischen Knopfakkordeon. Die neue CD des Quartetts ist das Ergebnis dieser besonderen Atmosphäre. Zu hören ist eine ausgereifte  und zeitgemässe Bearbeitung der typischen Rhythmen des brasilianischen Südens – Milongas, Vaneiras, Xote und Chamamés, dargeboten in einer ungewöhnlichen und fast klassischen Besetzung: Piano (Vitor Peixoto), Flöte/Sax (Pedro Figueiredo) und akustische Gitarre (Daniel Sá, der auch für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnet).

Im Oktober und November kommt das RENATO BORGHETTI QUARTETO auf Releasetour nach Europa:
18-10 Oldenburg (DE), Theater Laboratorium・19-10 Berlin (DE), UFA Fabrik・21-10 Halle (DE), Festival Akkordeon Akut!・22-10 Esslingen (DE), Kulturzentrum Dieselstrasse・23-10 Langenau (DE), Pfleghof・25-10 Wien (AT), Porgy&Bess・・26-10 Bad Gastein (AT), Jazz im Sägewerk・27-10 Innsbruck (AT), Treibhaus・28-10 Treviglio BG (IT), Teatro Nuovo TBC・29-10 Thalwil (CH), Hotel Sedartis, Thalwil Jazz Club・30-10 Wolfach (DE), Klausenbauernhof ・01-11 Altamura (IT), Teatro Mercadante, Suoni della Murgia Winter・03-11 Cluj (RO), Ungarisches Nationaltheater・05-11 Torres Vedras (PT), Festival Accordeões do Mundo

RICCARDO TESI WIRD 60 – BELLA CIAO GOES WOMEX!

Pünktlich zu seinem 60. Geburtstag am 22. Juli hat Riccardo Tesi allen Grund zur Freude: Vor kurzem wurde seine vom italienischen Ethnomusikologen Neri Pollastri verfasste Biografie UNA VITA A BOTTONI vorgestellt. Ein prall gefüllter Konzertkalender mit den Projekten Banditaliana, Bella Ciao und den in neuer Besetzung wieder erstandenen Samuraï führt den toskanischen Meisterakkordeonisten im Sommer quer durch Europa. Und als Tüpfelchen auf dem I wurde Tesis aktuelles Erfolgsprojekt Bella Ciao mit Lucilla Galeazzi, Elena Ledda u.a. zu einem Showcase bei der nächsten WOMEX Ende Oktober in Santiago de Compostela eingeladen. Auguri maestro!

Elina Duni (Albanien/Schweiz)

La Fille de l’Air

Geboren 1981 als Tochter einer Künstlerfamilie in der albanischen Hauptstadt Tirana, stand Elina Duni mit fünf Jahren erstmals auf einer Bühne. Sie lernte Geige, nahm an Kinderfestivals teil und sang in Radio und TV. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes zog sie 1992 in die Schweiz und studierte in Genf klassisches Klavier, entdeckte dort aber auch den Jazz für sich. Nach Film-, Theater- und Jazzprojekten in Albanien und der Schweiz studierte sie in Bern Jazzgesang und Komposition, gründete ihr Elina Duni Quartett und begann sich mit Volksliedern ihrer Heimat und anderer Balkanländer auseinanderzusetzen. Heute singt sie diese in eigenen Arrangements, aber in den Originalsprachen und bringt ganz ungewohnte Farben in den Jazz.

Nach zwei Veröffentlichungen (Baresha 2008 und Lume, Lume 2010) auf dem deutschen Label Meta Records erscheinen 2012  Matanë Malit (Hinter dem Berg) und 2015 Dallendyshë (Die Schwalbe) bei ECM. Die albanischen Lieder werden hier voller Leichtigkeit und Subtilität gespielt und beide Alben von der europäischen Presse hoch gelobt. 2014 erscheint im Kosovo und in Albanien Elina Dunis erstes Soloalbum Muza e Zezë (die schwarze Muse), auf welchem sie sich als Singer-Songwriterin vorstellt.

2017 ist Elina Duni eine der Gewinnerinnen des Schweizer Musikpreises und startet drei neue Projekte: Ein Duo mit dem Londoner Gitarristen Rob Luft, Tribute to Billie Holiday mit dem Pianisten Jean-Paul Brodbeck und Aksham, ein Quintett mit dem Pianisten Marc Perrenoud und Trompeter David Enhco. Im April 2018 ist Elinas neue Solo- Kreation Partir (Aufbrechen) bei ECM erschienen: In neun (!) Sprachen singt sie alte Volkslieder, Chansons und Singer-Songwriter Balladen, zu denen sie sich selbst an Gitarre, Klavier oder Perkussion begleitet.

„Ich bin das Kind einer Familie, die schon einmal gegen den Faschismus gekämpft hat. Deshalb ist mir jede Form von Nationalismus zuwider. Gesellschaften, die sich abschotten wollen, sind ängstliche Gesellschaften. Wir alle müssen wieder lernen zu kämpfen für Dinge, die uns selbstverständlich geworden sind und die wir als gegeben annehmen.“ (Elina Duni)


Aktuelle Projekte

Elina Duni Solo „Partir“
Duo Elina Duni & Rob Luft
Quintet „Aksham“


Diskographie

2018 Partir, ECM
2015 Dallëndyshe, ECM
2014 Muza e Zezë
2012 Matane Malit, ECM
2010 Lume, Lume, Meta Records
2008 Baresha, Meta Records


Erfolge

2017 Schweizer Musikpreis
2015 Diaspora Award, Botschaft des Kosovo, Schweiz
2013 Kult Award für „Matanë Malit“, Tirana, Albanien
2012 Jazz Pott Preis, Essen, Deutschland
2010 Pro Helvetia „Priority Jazz “ für Elina Duni Quartet, Schweiz
2008 HKB Preis, Bern, Schweiz
2008 „Coup de Coeur 2008“ Bern, Schweiz
2007 Friedl Wald Preis, Schweiz


Presse

„…eine berückende Intimität, die in ihrer Nachdenklichkeit gefangen nimmt. Bei ihr gilt es Grenzen zu überwinden, um die Schönheit der Poesie zu kämpfen, Authentizität und Respekt auszuleben. So wird jeder ihrer Songs zu einem überzeugenden Rezital, zu einer tiefgründigen Hommage aufrichtiger Menschlichkeit.“
Kulturkomplott, DE, 2018

„Dieses Album ist aus einem Guss. Auf einen  nachdenklichen Ton ist es gestimmt,obwohl es vom Aufbruch handelt. Aber es ist eben kein euphorischer oder gar leichtfertiger Aufbruch. Elina Duni besingt ihn miterdiger Präsenz und beherrschter Kraft.“
Neue Züricher Zeitung, CH, 2018

„Ihre Stimme ist rein und klar und von einer Innigkeit, die transparenter geworden ist. Sie hält nicht fest, sondern entlässt einen bei aller Melancholie in etwas Hoffnungsvolles und Befreiendes.“
Kulturtipp, CH, 2018


Lucilla Galeazzi (Italien)

Die Pasionaria des Italienischen Folk

Sie ist die zur Zeit aktivste, vielseitigste und bekannteste unter den großen italienischen Volkssängerinnen, und sie hat sich nie auf die Volksmusik beschränkt. Nach vielen Jahren mit Giovanna Marini und Christina Pluhars L’Arpeggiata tourt sie nun als Gastsolistin oder mit ihren eigenen musikalischen Projekten und trägt die Tradition der wunderbaren alten italienischen Lieder hinaus in die Welt.

Lucilla Galeazzi stammt aus der Industristadt Terni in Umbrien und begann ihre Karriere als Popsängerin. Nach der prägenden Begegnung mit den Ethnomusikologen Valentino Paparelli und Alessandro Portelli jedoch wandte sie sich der Volkmusik zu. Ihre absolvierte sie im legendären Vokalquartett von Giovanna Marini, mit dem sie sich bald einen internationalen Namen machte, und bei Maestro Roberto de Simone und der Produktion „Stabat Mater“, mit der sie zum ersten Mal auf der Bühne der Oper in Neapel stand und auf USA Tournee ging. 1987 gründet sie ihr ersten eigenes Trio Il Trillo mit Ambrogio Sparagna und Carlo Rizzo und bemüht sich um eine zeitgemäße Version der mündlich überlieferten Lieder, und mit der Zeit erweitert sie ihr Repertoire auch Richtung Barock und Jazz.

Sie stand in den Opernhäusern von Neapel, Berlin, Hamburg bis New York auf der Bühne und arbeitete mit den Stars der internationalen Folkloreszene zusammen, mit Elena Ledda aus Sardinien, mit Maria Del Mar Bonet aus Mallorca, der portugiesischen Fado-Sängerin Teresa Salgueiro, der Argentinierin Mercedes Sosa oder dem algerischen Rai-Sänger Cheb Kaled. Mit den französischen Jazzmusikern Michel Godard und Vincent Courtois gründete sie das Trio Rouge, als Mitglied von Christina Pluhars Barockensemble L’Arpeggiata tourte sie viele Jahre um die Welt.

Lucilla ist Mitglied des erfolgreichen Projekts Bella Ciao, das die Arbeiterinnen- und Partisanenlieder des historischen italienischen Folk Revivals 50 Jahre später wieder auf die Bühne bringt, und in den letzten Jahren tritt Lucilla Galeazzi auch verstärkt mit eigenen Themenproduktionen an die Öffentlichkeit – wie zum Beispiel Il Fronte delle Donne anlässlich des hundertjährigen Gedenkens an den Ersten Weltkrieg, oder La Nave a Vapore  das sich der Geschichte der großen italienischen Auswanderungswellen widmet.


Aktuelle Projekte

Solo Lucilla Galeazzi vocal & guitar
Trio Trad Lucilla Galeazzi vocals / Marcello Vitale guitar / Carmine Bruno perc
Trio Rouge Lucilla Galeazzi vocals / Michel Godard tuba / Vincent Courtois cello
Festa Italiana Lucilla Galeazzi & Quintet
Allegria & Libertà Lucilla Galeazzi & vocal quartet Ialma (BE) – acc – perc


Diskographie

2015 Bella Ciao, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Elena Ledda etc (Visage Music)
2013 Festa Italiana, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Ancora Bella Ciao, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Sopra i Tetti di Firenze, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Maurizio Geri (Manifesto)
2006 Amore e Acciaio, Lucilla Galeazzi (Zonedimusica)
2005 Stagioni, Lucilla Galeazzi (Buda Musique)
2004 Trio Rouge, Lucilla Galeazzi/Michel Godard/Vincent Courtois (Intuition)
2004 All’Improvviso, Lucilla Galeazzi & Christina Pluhar’s L’Arpeggiata (Alpha Production)
2002 Renaissance, Philippe Eidel & Lucilla Galeazzi (Naive)
2002 La Tarantella, Lucilla Galeazzi (Alpha Production)
2001 Lunario, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1997 La Via dei Romei, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi
1997 Cuore di Terra, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1993 Giovà il Servo del Ré, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi (BMG)
1992 Il Trillo, Lucilla Galeazzi / Ambrogio Sparagna / Carlo Rizzo (Thelonius)
1984 Anninnia, Paolo Damiani & Lucilla Galeazzi (Nueva)


Presse

“Lucilla Galeazzi singt nicht nur, sondern erzählt die Lieder ihrer Heimat und reisst das Publikum mit. Mit ihrer Stimme, die gerade das richtige Quentchen Rauhheit aufweist, zieht sie den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal in ihren Bann.”
Bachtrack, UK

„Trio Rouge verbindet folkloristische Tradition mit dem Jazz, bekanntes Liedgut mit hinreißenden Improvisationen. Das hat Temperament und Sentiment, unterhält und erfreut Herz und Verstand, verbindet federleichte souveräne Virtuosität und authentisches Musikantentum aufs Beste.“
Oberösterreichische Nachrichten, AT

So exquisit und gleichzeitig bodenständig wie die Küche dieser Region, so wirkt auch die „Grande Dame des italienischen Volksliedes“, die aus Terni in Umbrien kommt: Lucilla Galeazzi. Auf der Bühne besticht sie mit ihrer Natürlichkeit und ihrer glasklaren Stimmfarbe, als ob sie das Singen gar nicht habe lernen müssen.”
SWR, DE

 

Samurai Accordion (Finnland/Irland/Italien/Spanien)

The ultimate squeezebox experience

Der Name « Samurai » ist kein Zufall, ebensowenig wie der Titel des neuen Albums « TÉ oder 手» (japanisch für Hand). Es ist ein Blick zurück ins alte Japan, in unsere kollektive Phantasie. Der Samurai war ein edler Krieger im Dienst einer Sache, ebenso wie sich hier fünf wunderbare Musiker in den Dienst der Veredelung des Akkordeons gestellt haben. Man muss sich mit Körper und Seele in den Dienst dieses Instruments stellen, um ein solches Niveau an Virtuosität, Musikalität und Rafinesse zu erreichen. Die fünf haben es getan, und ihr neues Werk zeigt, welchen Atem fünf Hände hervorbringen können: TÉ klingt klug, zart, ausdrucksstark, zeitgenössich und traditionell, kräftig, überraschend und immer am Punkt… Einfach kunstvoll. Der Samurai im alten Japan war ein Meister in der Kunst der Kriegsführung, unsere Samurai sind Meister in der Kunst der Musik.

Nicht weniger als fünf der renommiertesten europäischen Namen des diatonischen Akkordeons – mit leichter Umbesetzung seit dem ersten Album – haben sich hier zusammengetan, nachdem jeder in seinem Bereich schon viel zum Aufschwung des Instruments beigetragen hatte: Riccardo Tesi aus der Toskana ist die graue Eminenz der neuen musica popolare Italiens. Er steht für den musikalischen Aufbruch der italienischen Folklore der 70er-Jahre. Simone Bottasso dagegen ist der wichtigste Vertreter der jungen aufstrebenden Szene. Der zupackende Kepa Junkera aus den Pyrenäen hat das Akkordeon an der Schnittstelle Spanien / Frankreich voll kommen erneuert. Sein Spiel hat eine unbändige Wucht. Markku Lepistö gehört zu den herausragenden Musikern der finnischen Volksmusik, er unterrichtet an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Das irische Urgestein David Munelly tourte mit den wichtigsten international erfolgreichen, mal mehr und mal weniger traditionellen irischen Gruppen rund um die Welt.

So wie den sagenumwobenen Figuren aus der japanischen Geschichte gelingt es ihnen, Mut und Eleganz des Ausdrucks zu vereinen. Kompositorischer Einfallsreichtum, klangliche Brillianz, die Einladung zum intimen Zuhören ebenso wie zum ausgelassenen Tanz: Diese fünf Herren garantieren ein Feuerwerk an Klängen und einen hinreissenden Abend.


Besetzung ab 2017

Simone Bottasso (Italien)
Kepa Junkera (Spanien)
Markku Lepistö (Finnland)
David Munnelly (Irland)
Riccardo Tesi (Italien)


Diskographie

2017 TÉ, Visage Music/Galileo MC
2011 Accordion Samurai, Homerecords.be


Erfolge

2012 Octaves de la Musique, Brüssel (BE)
2011 Grand Prix International du Disque de l’Académie Charles Cros, Paris (FR)


Presse

Ein magisch-sinnliches Notenfeuerwerk im Dienste des Akkordeons! … Die Musik der fünf ist zeitgemäss, jazzy, grenzenlos, aber eines ist sie ganz sicher: Diese Musik ist lebendig.
https://www.5planetes.com/fr/disques/samourai, FR

Die gemeinsame Reise geht klangsuchend bis ans Ende der Möglichkeiten der Instrumente. … Die Aufgabenteilung wurde durch den Zuzug der zwei Neuen ausgeweitet. Junkera steht eher für komplex strukturierte Kompositionen, Bottasso für Harmonie-Brüche und Rhythmus-Sprünge. Gerade weil von allen fünf viel Kompositions-Arbeit ins Repertoire investiert wurde, sind die Songs nicht einfach „konsumierbar“, sondern fordern eine hörende Auseinandersetzung.
Globalsounds.info, CH

Jedes Stück ist eine Reise. Die unterschiedlichen Einflüsse schaffen ein Klangmosaik aus den einzelnen Instrumenten und gleichzeitig einen gemeinsamen Ensembleklang, der sich der Kammermusik annähert. Subtiler Humor und Poesie drehen sich im zarten Dreivierteltakt.
Trad mag, FR

Abwechslungsreiche Harmonien, aufregende Klangfarben und neue Ideen die das Instrument aus der verstaubten Folk- und Trad-Ecke holen. Das musikalische Universum der Samurai ist reich und grenzüberschreitend …. Musik im Zeichen der Freiheit und des Austausches, ganz dem diatonischen Akkordeon gewidmet.
Accordéon&Accordéonistes, FR

Auch an den äusseren Rändern wirken die aufgelösten Harmonien nicht irgendwie jazzig oder elitär-neutönerisch, denn da bleibt immer das Bodenständige, die Folkwurzel hörbar. … Fünf diatonische Akkordeons, mal verspielt und zart, mal wuchtig und massiv, aber immer mit Spielwitz und Abenteuerlust.
Globalsounds.info, CH