Bella Ciao (Italien)

50 Jahre Italienisches Folk Revival
Lucilla Galeazzi, Elena Ledda, Riccardo Tesi u.v.a.

Die bedeutendste Bühnenshow des italienischen Folk Revivals wird fünfzig Jahre später in einer großartigen Besetzung wieder auf die Bühne gebracht. Die Uraufführung dieses Meilensteins der italienischen Musikgeschichte fand am 21. Juni 1964 beim Festival zweier Welten in Spoleto statt und führte zu wüsten Polemiken. Heute ist BELLA CIAO die Basis der Arbeit all der KünstlerInnen, die mit großem Erfolg die italienische Folk Tradition auf die Bühnen der Welt tragen.

Ein halbes Jahrhundert später haben sich einige der profiliertesten FolkmusikerInnen wie Elena Ledda, Lucilla Galeazzi, Riccardo Tesi und Alessio Lega entschlossen, dieses Erbe wieder aufleben zu lassen und behutsam mit neuen Einflüssen und Erkenntnissen zu füttern. Resultat ist nicht nur eine äußerst erfolgreiche Bühnenshow, sondern auch ein sorgfältig gearbeitetes Album, das locker mit den damaligen Größen wie Caterina Bueno oder Giovanna Marini mithält.

Die alten Partisanen- und Arbeiterinnenlieder haben sich nicht nur ihre Ausdrucksstärke bewahrt, sondern ihre Botschaften von Freiheit, Frieden und Bürgerrechten sind in unserer heutigen globalisierten Welt von ganz neuer und brennender Aktualität. BELLA CIAO ist eine Lektion in Demokratie, die direkt aus dem Volk kommt, ein historischer Roman gewebt aus Musik, Klängen und Texten, getragen von den wichtigsten Stimmen des des sozialen und politischen Liedes im Italien der letzten 30 Jahre.


Besetzung

Lucilla Galeazzi – Gesang
Elena Ledda – Gesang
Ginevra di Marco – Gesang
Alessio Lega – Gesang, Gitarre
Andrea Salvadori – Gitarre, Arrangements
Gigi Biolcati – Perkussion, Gesang
Riccardo Tesi  – Knopfakkordeon, Arrangements, musikalische Leitung


Diskographie

2015 Bella Ciao (Visage Music/Galileo MC)


Presse

„Mit Abstand der berührendste aller Womex Showcases ….  in Bella Ciao gehen Leben und Politik nahtlos ineinander über.“
Ton Maas, Mixedworldmusic (NL), 2016

„Mal führten sie die Lieder im Chor, dann wieder solistisch auf, es gab A-Capella-Gesänge und instrumentale Einlagen, so dass Eintönigkeit erst gar nicht aufkommen konnte. Mal agierte das Ensemble kraft- und schwungvoll, mal einfühlsam und zart. Die Reise in die Vergangenheit, wie sie Riccardo Testi ankündigte, zeigte deutlich wieviel sie Gegenwartsbezug (leider) noch immer hat. Und sie brachte die Erkenntnis mit, dass es sich lohnt, die Tradition der politisch-demokratischen Lieder aus der Mitte des Volkes zu pflegen. Denn diese Lieder sind keine historisches Relikt, sondern sie leben weiter. Auch heute noch.“
Mainpost (DE), 2016

“ Die Musik geht gnadenlos unter die Haut wie schon vor 50 Jahren.“
Moors Magazine (NL), 2015

„Während sich die kriegerischen Reden und Handlungen vervielfachen, erinnert uns diese ‚Lektion in Demokratie von unten’ an das was wir am nötigsten haben: den Frieden“
Les Inrocks (FR), Dix Disques pour refaire l’Europe, 2015