Alegría e Libertà (Galicien/Belgien/Italien)

Freude, Freiheit und starke Frauenstimmen

Alegría e Libertà ist das Aufeinandertreffen der stürmischen kantabrischen See, die vor der Küste von Ribadeo die Klippen der Praia das Catedrais umtost, und des stillen, strahlend azurblauen Ionischen Meeres vor der Terra d’Otranto.

Von Muñeira bis Tarantella führt uns diese musikalische Reise zuerst nach Santiago de Compostela und Galicien im Nordwesten Spaniens, in direkter Nachbarschaft zu Portugal und zur keltischer Kultur, danach weiter in den Salento, in den äußersten Südosten der Region Apulien, die als „die Ferse des italienischen Stiefels“ bezeichnet wird.

Auf Alegría e Libertà treffen die Stimmen  der „Pasionaria“ des italienischen Volksliedes Lucilla Galeazzi und die der wunderbaren galicischen „cantareiras“ von Ialma aufeinander. Ein Repertoire zwischen Tradition und Moderne, veredelt von der Virtuosität Didier Laloys am diatonischen Akkordeon und Maarten Decombels an der Gitarre sowie von der rhythmischen Energie Carlo Rizzos am Tamburello.

Das Album widmet sich ganz den Stimmen der Erinnerung: Wir hören die Arbeitslieder der Frauen, die Kartoffeln oder Reis ernteten, Jutefasern spinnen mussten. Lieder, mit denen sie sich Mut machten, während ihre Männer auf hoher See fischten. Lieder die sich gegen Unterdrückung und Diktatur richten. Volkslieder, die sich auf die eigene Kultur rückbesinnen, zu den Wurzeln, der Identität, die von den Menschen Generation für Generation weitergegeben wird. Neben alldem ist Alegría e Libertà aber auch die Freude am Singen und Tanzen – von bewegender und verbindender Gemeinschaft bis hin zu mystischer Lyrik – in absoluter Freiheit.


Besetzung

Veronica Codesal – Gesang, Perkussion
Eva Fernandez – Gesang, Perkussion
Natalia Codesal – Gesang, Perkussion
Marisol Palomo – Gesang, Perkussion
Lucilla Galeazzi – Gesang
Didier Laloy – diatonisches Akkordeon
Carlo Rizzo – Tamburello
Maarten Decombel – Gitarre


Diskographie

2019 Alegría e Libertà (Homerecords.be/GalileoMC)


Presse


Die vier galizischen Sängerinnen des Ensembles Ialma und die Primadonna der Dorf-, Stadt- und Weltmusik Lucilla Galeazzi zeigen, was diese Musik heute bewirken kann als – im Wortsinn – „Lebensmittel“ und Aufruf, nichts als gegeben hinzunehmen.
ORF, Ö1 Spielräume (AT)

NEUE ALBEN UNSERER KÜNSTLERINNEN

2018 war ein ausserordentlich produktives jahr für die KünstlerInnen unserer Agentur:

Der italienische Akkordeonist Riccardo Tesi und seine Banditaliana feiern ihr 25-jähriges Bandjubiläum mit Argento. Die albanische Stimmkünstlerin Elina Duni veröffentlichte mit Partir ihr erstes Soloalbum, auf dem sie sich in neun (!) Sprachen dem Thema Abschied und Aufbruch widmet. Amira Medunjanin, die coole Sevdah Queen aus Sarajavo, schenkte sich und uns für ihr 15 jähriges Bühnenjubiläum Ascending, aufgenommen mit den renommierten norwegischen Trondheim Solistene in den noch renommierteren Abbey Road Studios in London. Und Danças Ocultas schliesslich präsentieren Ende Oktober dentro desse mar, aufgenommen in Rio de Janeiro und produziert vom brasilianischen Cellisten und Produzenten Jaques Morelenbaum. Wir gratulieren!

Riccardo Tesi & Banditaliana, Argento, Visage Music / Galileo MC
Elina Duni, Partir, ECM
Amira Medunjanin & Tronheim Solistene, Ascending, Town Hill Colony / Croatia Records
Danças Ocultas, dentro desse mar, Sony / Galileo MC

Luca Bassanese & La Piccola Orchestra Popolare (Italien)

Der italienische Manu Chao

Luca Bassanese ist zweifellos eine der Hauptfiguren der neuen Generation italienischer Cantautori, die mit einer Mischung aus Ironie und Hoffnung auf unsere heutige Welt blicken. Seine Musik erinnert an eine Mischung aus Fabrizio de André, Goran Bregović und Manu Chao, seine künstlerische Herangehensweise an Federico Fellini. Der Troubadour, Poet, Singer-Songwriter und Umweltaktivist hat eine Mission und wirkt wie ein romantischer Krieger unserer modernen Zeit.

Seit 2006 hat er zwölf Alben veröffentlicht, deren bunte Themenpalette  sein Interesse für gesellschaftliche Veränderung widerspiegelt: Es sind Lieder die sich über die Torheit der Welt lustig machen, Lieder die von Liebe und dem Glauben an die Menschheit und die Zukunft handeln, Lieder voller feiner Nadelstiche für unser Gewissen, und Lieder die zum positiven aufrechten Gang aufrufen.

In seiner Jugend hörte Luca Bassanese Fabrizio de André und die legendären Cantautori der 70er Jahre, später begeisterte ihn die kraftvolle Folklore der beiden (italienischen und balkanischen) Adriaküsten. Aus all diesen Einflüssen braute er seinen speziellen Cocktail aus Poesie und Liebesgeschichten, getränkt mit italienischer Folklore, Tarantellas, Opera Buffa und Balkan Brass. Seine energiegeladenen, wirbelnden Auftritte machen gute Laune und entführen das Publikum in das Fantasiereich von Ecotopia. Luca wurde in Italien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und hat mit Künstlern der verschiedensten Stilrichtungen und Länder gearbeitet, wie zum Beispiel dem Original Kocani Orkestar, Bachir Charaf oder Antonio Cornacchione. Zahlreiche Internationale Auftritte bescheren ihm und seiner Piccola Orchestra Popolare regelmässig standing ovations bei den wichtigsten europäischen Festivals wie zB Sziget, Esperanzah, Dranouter  oder Paleo – seine Konzerte begeistern nicht nur das italienische Publikum sondern Menschen aller Altersgruppen, Glaubensrichtungen und Nationalitäten.


Besetzung

Quartett
Luca Bassanese – lead vocal, tammorra, guitar, bass drum
Stefano Florio – guitars, bouzouki, effects, vocals
Massimo Tuzza – drums
Elodie Lebigre – vocal, dance

Sextett
Luca Bassanese – lead vocal, tammorra, guitar, bass drum
Stefano Florio – guitars, bouzouki, effects, vocals
Massimo Tuzza – drums
Elodie Lebigre – vocal, dance
Domenico de Nichilo – trumpet
Paolo Cecchin – bass, vocals


Diskographie

2020 Piazza Bassanese, CD, Ola Ola Music
2019 Live at Paléo Festival Nyon, CD, Ola Ola Music
2017  Colpiscimi felicità, CD, Buenaonda
2015  Quando piove tutti cercano riparo tranne gli alberi che hanno altro a cui pensare, CD, Buenaonda
2014 L’amore (è) sostenibile, CD, Buenaonda
2013 Popolare contemporaneo – per l’acqua, per la terra per la dignità dei popoli, CD, Buenaonda
2012 La Rivoluzione, CD, Buenaonda
2011 C’è un mondo che si muove!, CD, Buenaonda
2010 Il Futuro del Mondo, CD, Buenaonda
2008 La Società dello Spettacolo, CD, Buenaonda
2006 Al mercato, CD, X-Land
2005 Oggi che il qualunquismo è un’’arte mi metto da parte e vivo le cose a modo mio, EP, X-Land


Presse

„Die “Commedia dell’Arte” trifft auf das magische Universum Fellinis zwischen Seifenblasen und der Kraft der Volksmusik.“
Cabaret Sauvage@Le Bal Rital, Paris (FR)

„Luca Bassanese begleitet von der Piccola Orchestra Popolare bietet eine mitreissende Darbietung mit starker szenischer und musikalischer Wirkung. Der Schauspieler, Musiker und Geschichtenerzähler hat sich wieder als einer der interessantesten Vertreter der italienischen Folkszene bewiesen.“
Michele Fumagallo, Il manifesto (IT)

„In Paris auf der Place d’Italie hat sich eine Menschenmenge eingefunden und zu den frenetischen Rhythmen der Tarantellen des italienischen Künstlers Luca Bassanese und seiner Band getanzt. Komplimente an Luca Bassanese, welchen wir noch öfter an öffentlichen Plätzen der Stadt musizieren hören möchten.“
Nadia Khouri-Dagher, Babelmed.net (IT, FR, UK)

„Ich war dabei…..spektakuläres Konzert von Luca Bassanese und seiner Band, fantastisch, magisch, Poesie…“
Bruno Moio, Radio Aligre, Paris (FR)

Suonno d’Ajere (Italien)

Canzone Classica Napoletana

Der Name des erst 2016 gegründeten Trios aus Neapel bedeutet in etwa „Der Traum vom Gestern“ und bezieht sich auf das gleichnamige Lied auf Pino Danieles Debütalbum Terra Mia (1977). Die drei jungen MusikerInnen haben sich sich ganz der Erforschung und zeitgemässen Neubearbeitung des neapolitanischen Liedguts von 1600 bis heute verschrieben. Die Besetzung erinnert an die besonders im 19. Jahrhundert beliebte neapolitanische Tradition der Posteggia, Strassen- und Wirtshausmusikanten deren Darbietungen dem Volk genauso gefielen wie den Herrschenden. Der musikalische Zugang des Trios aber ist deutlich geschliffener.  Suonno d’Ajere wollen die alten Lieder von Kommerz und Kitsch befreien und ihnen ihre Würde und Kraft zurückgeben, und das durchaus mit Erfolg: In Italien hat ihnen die stilistisch rigorose und raffinierte und für Neapel immer schon typische Verbindung von  Volks- und Kunstmusik bereits einen Auftritt bei der Biennale von Venedig für die Filmmusik zum Dokumentarfilm La Chimera sowie den ersten Preis beim Festival SanremoCantaNapoli eingebracht. Das erste Album Suspiro ist 2019 erschienen.

Das neapolitanische Lied ist kein Museumsrelikt, keine Mumie ohne Sauerstoff. Seine Partituren sind keine zu heiligenden Pergamentrollen, sondern ein Vermächtnis das gefeiert werden will.“ Suonno d’Ajere


Besetzung

Irene Lupe Scarpato – Gesang
Marcello Smigliante Gentile – Mandoline, Mandola, Mandoloncello
Gian Marco Libeccio – klassiche Gitarre


Diskographie

2019 Suspiro


Presse

„Atemberaubend ist die hohe Musikalität dieses Trios, die Arrangements, die sich wie angegossen an die dunkel-seidige Stimme Irene Scarpatos anschmiegen, einer wahrlich großen Interpretin dieses so traditionsreichen Repertoires, das in seiner Tiefe wohl nur in Neapel verstanden wird. Aber was wir davon mitbekommen reicht, um zu wissen, dass „Suspiro“ eines der überzeugendsten Alben dieses Jahres ist, wäre es nicht schon 2019 erschienen.“
Mirjam Jessa, ORF Ö1, AT

„Suonno d’Ajere glauben ohne Verlegenheit an die Lieder und die  Muttersprache des Golfes von Neapel.“
Napoli Today, IT
 
„Diese Gruppe macht mir Hoffnung für unser klassisches Repertoire, das nur zu oft in Vergessenheit geraten ist.“
Salvatore Palomba, Lyriker und Texter, IT
 
„Suspiro“ ist keine anachronistische Retroangelegenheit, sondern das intelligente Gleichgewicht aus Philologie und den Versuchungen unserer Zeit.“
Il Mattino, IT

„Suonno d’Ajere machen Mut“
Radio Napoli, IT

RICCARDO TESI WIRD 60 – BELLA CIAO GOES WOMEX!

Pünktlich zu seinem 60. Geburtstag am 22. Juli hat Riccardo Tesi allen Grund zur Freude: Vor kurzem wurde seine vom italienischen Ethnomusikologen Neri Pollastri verfasste Biografie UNA VITA A BOTTONI vorgestellt. Ein prall gefüllter Konzertkalender mit den Projekten Banditaliana, Bella Ciao und den in neuer Besetzung wieder erstandenen Samuraï führt den toskanischen Meisterakkordeonisten im Sommer quer durch Europa. Und als Tüpfelchen auf dem I wurde Tesis aktuelles Erfolgsprojekt Bella Ciao mit Lucilla Galeazzi, Elena Ledda u.a. zu einem Showcase bei der nächsten WOMEX Ende Oktober in Santiago de Compostela eingeladen. Auguri maestro!

Elina Duni (Albanien/Schweiz)

La Fille de l’Air

Geboren 1981 als Tochter einer Künstlerfamilie in der albanischen Hauptstadt Tirana, stand Elina Duni mit fünf Jahren erstmals auf einer Bühne. Sie lernte Geige, nahm an Kinderfestivals teil und sang in Radio und TV. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes zog sie 1992 in die Schweiz und studierte in Genf klassisches Klavier, entdeckte dort aber auch den Jazz für sich. Nach Film-, Theater- und Jazzprojekten in Albanien und der Schweiz studierte sie in Bern Jazzgesang und Komposition, gründete ihr Elina Duni Quartett und begann sich mit Volksliedern ihrer Heimat und anderer Balkanländer auseinanderzusetzen. Heute singt sie diese in eigenen Arrangements, aber in den Originalsprachen und bringt ganz ungewohnte Farben in den Jazz.

Nach zwei Veröffentlichungen (Baresha 2008 und Lume, Lume 2010) auf dem deutschen Label Meta Records erscheinen 2012  Matanë Malit (Hinter dem Berg) und 2015 Dallendyshë (Die Schwalbe) bei ECM. Die albanischen Lieder werden hier voller Leichtigkeit und Subtilität gespielt und beide Alben von der europäischen Presse hoch gelobt. 2014 erscheint im Kosovo und in Albanien Elina Dunis erstes Soloalbum Muza e Zezë (die schwarze Muse), auf welchem sie sich als Singer-Songwriterin vorstellt.

2017 ist Elina Duni eine der Gewinnerinnen des Schweizer Musikpreises, und 2018 erscheint bei ECM ihre Solo- Kreation Partir (Aufbrechen): In neun (!) Sprachen singt sie alte Volkslieder, Chansons und Balladen zum Thema Abschied und Aufbruch, zu denen sie sich selbst an Gitarre, Klavier oder Perkussion begleitet.

Für ihr neuestes Projekt Songs of Love and Exile hat sie sich mit Rob Luft zusammengetan, einem der Rising Stars der boomenden zeitgenössischen Londoner Jazzszene. Lufts Spiel klingt nach der Lebensfreude Westafrikas, nach keltischem Folk und zartem Minimalismus, und sein origineller und heiterer Sound ist die perfekte Ergänzung zu Elinas eindringlichem Gesang. Das erste gemeinsame Album Lost Ships erscheint Ende 2020 bei ECM.

„Ich bin das Kind einer Familie, die schon einmal gegen den Faschismus gekämpft hat. Deshalb ist mir jede Form von Nationalismus zuwider. Gesellschaften, die sich abschotten wollen, sind ängstliche Gesellschaften. Wir alle müssen wieder lernen zu kämpfen für Dinge, die uns selbstverständlich geworden sind und die wir als gegeben annehmen.“ (Elina Duni)


Aktuelle Projekte

Elina Duni Solo „Partir“
Duo Elina Duni & Rob Luft
Trio Elina Duni & Rob Luft feat. Fred Thomas
Quartet Elina Duni Band


Diskographie

2020 Lost Ships, ECM
2018 Partir, ECM
2015 Dallëndyshe, ECM
2014 Muza e Zezë
2012 Matane Malit, ECM
2010 Lume, Lume, Meta Records
2008 Baresha, Meta Records


Erfolge

2020 Freiburger Leiter
2017 Schweizer Musikpreis
2015 Diaspora Award, Botschaft des Kosovo, Schweiz
2013 Kult Award für „Matanë Malit“, Tirana, Albanien
2012 Jazz Pott Preis, Essen, Deutschland
2010 Pro Helvetia „Priority Jazz “ für Elina Duni Quartet, Schweiz
2008 HKB Preis, Bern, Schweiz
2008 „Coup de Coeur 2008“ Bern, Schweiz
2007 Friedl Wald Preis, Schweiz


Presse

„Betörende Stimme, wendige Gitarre …. luftig-charmante Songs zwischen Folk und Chanson.“
ORF Ö1, AT

„Wem das nicht zu Herzen geht, der hat keines. … Schöner kann Abschied nicht sein!“
Kultur, Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, AT

„…eine berückende Intimität, die in ihrer Nachdenklichkeit gefangen nimmt. Bei ihr gilt es Grenzen zu überwinden, um die Schönheit der Poesie zu kämpfen, Authentizität und Respekt auszuleben. So wird jeder ihrer Songs zu einem überzeugenden Rezital, zu einer tiefgründigen Hommage aufrichtiger Menschlichkeit.“
Kulturkomplott, DE

„Dieses Album ist aus einem Guss. Auf einen  nachdenklichen Ton ist es gestimmt,obwohl es vom Aufbruch handelt. Aber es ist eben kein euphorischer oder gar leichtfertiger Aufbruch. Elina Duni besingt ihn miterdiger Präsenz und beherrschter Kraft.“
Neue Züricher Zeitung, CH

„Ihre Stimme ist rein und klar und von einer Innigkeit, die transparenter geworden ist. Sie hält nicht fest, sondern entlässt einen bei aller Melancholie in etwas Hoffnungsvolles und Befreiendes.“
Kulturtipp, CH


Lucilla Galeazzi (Italien)

Die Pasionaria des Italienischen Folk

Sie ist die zur Zeit aktivste, vielseitigste und bekannteste unter den großen italienischen Volkssängerinnen, und sie hat sich nie auf die Volksmusik beschränkt. Nach vielen Jahren mit Giovanna Marini und Christina Pluhars L’Arpeggiata tourt sie nun als Gastsolistin oder mit ihren eigenen musikalischen Projekten und trägt die Tradition der wunderbaren alten italienischen Lieder hinaus in die Welt.

Lucilla Galeazzi stammt aus der Industristadt Terni in Umbrien und begann ihre Karriere als Popsängerin. Nach der prägenden Begegnung mit den Ethnomusikologen Valentino Paparelli und Alessandro Portelli jedoch wandte sie sich der Volkmusik zu. Ihre Lehrjahre absolvierte sie im legendären Vokalquartett von Giovanna Marini, mit dem sie sich bald einen internationalen Namen machte, und bei Maestro Roberto de Simone und der Produktion „Stabat Mater“, mit der sie zum ersten Mal auf der Bühne der Oper in Neapel stand und auf USA Tournee ging. 1987 gründet sie ihr ersten eigenes Trio Il Trillo mit Ambrogio Sparagna und Carlo Rizzo und bemüht sich um eine zeitgemäße Version der mündlich überlieferten Lieder, und mit der Zeit erweitert sie ihr Repertoire auch Richtung Barock und Jazz.

Sie stand in den Opernhäusern von Neapel, Berlin, Hamburg bis New York auf der Bühne und arbeitete mit den Stars der internationalen Folkloreszene zusammen, mit Elena Ledda aus Sardinien, mit Maria Del Mar Bonet aus Mallorca, der portugiesischen Fado-Sängerin Teresa Salgueiro, der Argentinierin Mercedes Sosa oder dem algerischen Rai-Sänger Cheb Kaled. Mit den französischen Jazzmusikern Michel Godard und Vincent Courtois gründete sie das Trio Rouge, als Mitglied von Christina Pluhars Barockensemble L’Arpeggiata tourte sie viele Jahre um die Welt.

Lucilla ist Mitglied des erfolgreichen Projekts Bella Ciao, das die Arbeiterinnen- und Partisanenlieder des historischen italienischen Folk Revivals 50 Jahre später wieder auf die Bühne bringt, und in den letzten Jahren tritt Lucilla Galeazzi auch verstärkt mit eigenen Themenproduktionen an die Öffentlichkeit – wie zum Beispiel Il Fronte delle Donne anlässlich des hundertjährigen Gedenkens an den Ersten Weltkrieg, oder La Nave a Vapore  das sich der Geschichte der großen italienischen Auswanderungswellen widmet. Und vor kurzem erschien das Album Alegria e Libertà, eine internationale Koproduktion mit den galizischen Frauenstimmen des belgischen Ensembles Ialma, Didier Laloy am Akkordeon und  Carlo Rizzo am Tamburello.


Aktuelle Projekte

Solo Lucilla Galeazzi vocal & guitar
Duo Quanti Canti Lucilla Galeazzi & Stefania Placidi (vocals & guitars)
Trio Trad Lucilla Galeazzi vocals / Marcello Vitale guitar / Carmine Bruno perc
Trio Rouge Lucilla Galeazzi vocals / Michel Godard tuba / Vincent Courtois cello
Festa Italiana Lucilla Galeazzi & Quintet
Allegria & Libertà Lucilla Galeazzi & vocal quartet Ialma (BE) – acc – perc


Diskographie

2018 Alegria e Libertà, Lucilla Galeazzi/Ialma/Didier Laloy/Carlo Rizzo/Maarten Decombel (Homerecoerds/Galileo MC)
2015 Bella Ciao, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Elena Ledda etc (Visage Music/Galileo MC)
2013 Festa Italiana, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Ancora Bella Ciao, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Sopra i Tetti di Firenze, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Maurizio Geri (Manifesto)
2006 Amore e Acciaio, Lucilla Galeazzi (Zonedimusica)
2005 Stagioni, Lucilla Galeazzi (Buda Musique)
2004 Trio Rouge, Lucilla Galeazzi/Michel Godard/Vincent Courtois (Intuition)
2004 All’Improvviso, Lucilla Galeazzi & Christina Pluhar’s L’Arpeggiata (Alpha Production)
2002 Renaissance, Philippe Eidel & Lucilla Galeazzi (Naive)
2002 La Tarantella, Lucilla Galeazzi (Alpha Production)
2001 Lunario, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1997 La Via dei Romei, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi
1997 Cuore di Terra, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1993 Giovà il Servo del Ré, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi (BMG)
1992 Il Trillo, Lucilla Galeazzi / Ambrogio Sparagna / Carlo Rizzo (Thelonius)
1984 Anninnia, Paolo Damiani & Lucilla Galeazzi (Nueva)


Presse

“Lucilla Galeazzi singt nicht nur, sondern erzählt die Lieder ihrer Heimat und reisst das Publikum mit. Mit ihrer Stimme, die gerade das richtige Quentchen Rauhheit aufweist, zieht sie den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal in ihren Bann.”
Bachtrack, UK

„Trio Rouge verbindet folkloristische Tradition mit dem Jazz, bekanntes Liedgut mit hinreißenden Improvisationen. Das hat Temperament und Sentiment, unterhält und erfreut Herz und Verstand, verbindet federleichte souveräne Virtuosität und authentisches Musikantentum aufs Beste.“
Oberösterreichische Nachrichten, AT

So exquisit und gleichzeitig bodenständig wie die Küche dieser Region, so wirkt auch die „Grande Dame des italienischen Volksliedes“, die aus Terni in Umbrien kommt: Lucilla Galeazzi. Auf der Bühne besticht sie mit ihrer Natürlichkeit und ihrer glasklaren Stimmfarbe, als ob sie das Singen gar nicht habe lernen müssen.”
SWR, DE

 

NEUE ALBEN VON RICCARDO TESI UND MARIA JOÃO

cover_plasticoDie portugiesische Vokalakrobatin wagt sich mit der Formation OGRE in ungewohnte Gefilde: Ihre neue CD Plástico (Releasetermin D-A-CH am 04.09.2015, Espuma Preta / O-Tone Music / Edel Kultur) ist ein Hybrid aus Jazz und Elektronik, mit dem Maria João sämtliche musikaliasche Genregrenzen hinter sich lässt. Ein Sound zwischen digitaler und analoger Welt, zusammengehalten von einer außergewöhnlichen Stimme.

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Der italienische Tastenzauberer Riccardo Tesi erweckt mit Bella Ciao (Visage Music) die Klassiker des italienischen Folk Revivals zu neuem Leben – unter Mitwirkung der grossen italienischen Frauenstimmen von Lucilla Galeazzi, Elena Ledda und Ginevra di Marco.

Zamballarana (Korsika/Frankreich)

Orchestravagante Corsica

Zamballarana stammen aus dem korsischen Dörfchen Pigna, einem der kulturellen Brennpunkte im Nordwesten der wilden und geheimnisvollen „Ile de Beauté“: Die Gruppe wurde 1996 vom Musiker und Bühnenbildner Jerome Casalonga in der „Casa Musicale“ gegründet, einer legendären Kreativwerkstatt und Wiege künstlerischen Austausches. Die Zamballarana ist auf Korsisch eine etwas frivole, unkonventionelle Frau – und ganz in diesem Sinne bringt die Band die Wörter und Klänge der korsischen Musik zum Tanzen. Das Meer ist die Wiege ihrer romanischen Wurzeln aber auch der Weg der Inspiration, auf dem sich Zamballarana allen Kulturen der Welt annähern. Wie Gaukler erforschen die Musiker und Sänger eigenwillige Mixturen, erfinden und weben neue Klangfarben, jonglieren mit den Stilen und erweitern das Feld unseres Imaginären.

Archaische Männerpolyphonie wird mit Elementen von Jazz, orientalischer Musik und Latin sowie der innovativen Verwendung traditioneller korsischer Instrumente wie der 16-saitigen Zither Cetera, der Trommel Colombu und der Flöte Pivana zu einer aufregenden Mischung eingeschmolzen, die der Einzigartigkeit korsischer Musikkultur globale Standards verschafft.


Besetzung

Jérôme Casalonga – Komposition, Gesang, Saxophon, Klarinette
Laurent Barbolosi – Gesang, Violine, Trompete
Jérémy Lohier – Akkordeon, Gesang
Marco Tindiglia – Gitarre
Ricardo Barbera – Bass
Francesco Petreni – Schlagzeug


Diskographie

2012 Carnavale (Casa Editions)
2007 Camina (Casa Editions)
2004 Luna (Casa Editions)
1999 Lucia (Casa Editions)
1997 Zamballarana (Casa Editions)


Presse

„Sechs jungen Männern mit sonnigen Gemütern und einem sicheren Gespür für die Verschmelzbarkeit verschiedenster Folk-Stile gelingt mit ihrer Band Zamballarana eine unverfrorene Melange aus traditionellem korsischen Harmoniegesang, südamerikanischem Blech-Sound, Latin-Rhythmen und einer Vielzahl weiterer Stilelemente, die man teilweise erst beim zweiten oder dritten Hören (…) aufspürt.
Thüringer Allgemeine, DE

Der nachhaltige Eindruck, den der spezielle, archaische Männergesang hinterlässt, wird durch die vielschichtigen Rhythmen und die bestechenden Instrumentalsoli gesteigert.
Concerto, AT

„Frische und starke Emotionen!“
Le Monde de la Musique, FR

“Diese Musik ist profan ohne Pathos, voller Frische und Enthusiasmus. Bravo!“
Trad Magazine, FR