Bevano Est (Italien)

Eine Ermutigung zur Vielfalt

Der Bevano ist ein Fluss in der Romagna, der an einem der letzten unberührten Küstenabschnitte in die Adria mündet. Bevano Est ist eine Autobahnraststätte, ein Un-Ort ausserhalb der Realität, an dem sich alle Arten von Menschen und Dingen begegnen.

Und Bevano Est ist ein musikalisches Projekt das 1991 gegründet wurde. Eine Formation aus traditionellen Instrumenten, die mit subtiler Ironie freche und gleichzeitig zarte Eigenkompositionen serviert. Im Theater lümmelt sie sich unordentlich hin, in der Osteria verlangt sie aufmerksames Zuhören, auf der Piazza lädt sie zum Tanz. Ein Klang der mutig die Welt durchkämmt, ohne philologische Skrupel der Idee verpflichtet dass die Kunst kein geschlossenes System sondern das Zentrum unzähliger Beziehungen ist. Musik für Körper und Seele, voller Zärtlichkeit und Zorn, voller Freude und Melancholie.

Neben ihren sprühenden und intensiven Live-Auftritten sind Bevano Est auch Autoren von Filmmusik  und komponieren für italienische Regisseure wie Giuseppe Bertolucci und Ermanno Olmi. 2019 erhielten sie vom Brooklyn Film Festival den Preis für den besten Soundtrack zum Spielfilm Solo Cose Belle von Kristian Gianfreda. 2020 erschien das Live Album Cinque Racconti d’Estate basierend auf dem Theaterstück Preludi d’Amore des italienischen Schauspielers, Bühnenbildners und Umweltaktivisten Luigi d’Elia.


Besetzung

Stefano Delvecchio – diatonisches Akkordeon, Gesang
Davide Castiglia – Violine
Giampiero Cignani – Klarinette, Bassklarinette


Diskographie

2020 Cinque Racconti di Fine Estate, CD Bevano Est & Luigi d’Elia
2012 E-Ventone , A14, DVD Bevano Est Concerto
2010 Bevano Est, A14, CD Bevano Est Live
2004 Ramingo, A14, CD Bevano Est
1999 Il dolce rumore della vita, Sony, CD Soundtrack
1998 Ludla, Scuola di Musica Popolare, CD Bevano Est
1998 Corone, Scuola di Musica Popolare/Musica in campo, CD Bevano Est
1995 Fuoco Centrale, Teatro Valdoca, CD Bevano Est
1993 Gradisca, Ribium Record/Scuola di Musica Popolare, CD Bevano Est


Presse

„Ländlich und raffiniert sind zwei Begriffe die gut zu dieser Gruppe passen, die sich aus der Volksmusik den Schwung, den Schmelz und das Tänzerische bewahrt, von den zeitgenössischen Meistern die Aktualität holt und einzigartig wird durch die Anmut der Kompositionen.“
Mariangela Gualtieri, italienische Dichterin und Schriftstellerin

„…eine reiche Klangfülle mit Echos aus Folk und Jazz, die sich jeder leichten Kategorisierung entzieht – genau das macht auch die Besonderheit des Ensembles aus. … Alte Seelen die um das Gute wissen.“
Michele Pascarella, italienischer Musik- und Theaterkritiker

„Durch ihre Musik weht auch etwas Romantisches, dann und wann wieder begleitet von zarter Ironie. Bevano Est bringen uns das zurück was wir in den Verstümmelungen des modernen Ich auf immer verloren glaubten.“
Marina Belke, Berlin, DE

Alegría e Libertà (Galicien/Belgien/Italien)

Freude, Freiheit und starke Frauenstimmen

Alegría e Libertà ist das Aufeinandertreffen der stürmischen kantabrischen See, die vor der Küste von Ribadeo die Klippen der Praia das Catedrais umtost, und des stillen, strahlend azurblauen Ionischen Meeres vor der Terra d’Otranto.

Von Muñeira bis Tarantella führt uns diese musikalische Reise zuerst nach Santiago de Compostela und Galicien im Nordwesten Spaniens, in direkter Nachbarschaft zu Portugal und zur keltischer Kultur, danach weiter in den Salento, in den äußersten Südosten der Region Apulien, die als „die Ferse des italienischen Stiefels“ bezeichnet wird.

Auf Alegría e Libertà treffen die Stimmen  der „Pasionaria“ des italienischen Volksliedes Lucilla Galeazzi und die der wunderbaren galicischen „cantareiras“ von Ialma aufeinander. Ein Repertoire zwischen Tradition und Moderne, veredelt von der Virtuosität Didier Laloys am diatonischen Akkordeon und Maarten Decombels an der Gitarre sowie von der rhythmischen Energie Carlo Rizzos am Tamburello.

Das Album widmet sich ganz den Stimmen der Erinnerung: Wir hören die Arbeitslieder der Frauen, die Kartoffeln oder Reis ernteten, Jutefasern spinnen mussten. Lieder, mit denen sie sich Mut machten, während ihre Männer auf hoher See fischten. Lieder die sich gegen Unterdrückung und Diktatur richten. Volkslieder, die sich auf die eigene Kultur rückbesinnen, zu den Wurzeln, der Identität, die von den Menschen Generation für Generation weitergegeben wird. Neben alldem ist Alegría e Libertà aber auch die Freude am Singen und Tanzen – von bewegender und verbindender Gemeinschaft bis hin zu mystischer Lyrik – in absoluter Freiheit.


Besetzung

Veronica Codesal – Gesang, Perkussion
Eva Fernandez – Gesang, Perkussion
Natalia Codesal – Gesang, Perkussion
Marisol Palomo – Gesang, Perkussion
Lucilla Galeazzi – Gesang
Didier Laloy – diatonisches Akkordeon
Carlo Rizzo – Tamburello
Maarten Decombel – Gitarre


Diskographie

2019 Alegría e Libertà (Homerecords.be/GalileoMC)


Presse


Die vier galizischen Sängerinnen des Ensembles Ialma und die Primadonna der Dorf-, Stadt- und Weltmusik Lucilla Galeazzi zeigen, was diese Musik heute bewirken kann als – im Wortsinn – „Lebensmittel“ und Aufruf, nichts als gegeben hinzunehmen.
ORF, Ö1 Spielräume (AT)

Didier Laloy & Quentin Dujardin (Belgien)

Water & Fire

Seit vielen Jahren sind der Gitarrist und der Akkordeonist mit ihren eigenen Formationen erfolgreich und haben sich auch international Gehör verschafft, und nun haben sie mit Water & Fire ein gemeinsames Album herausgebracht  das ihnen verdammt ähnlich sieht.

Die originellen Kompositionen entziehen sich starren Genregrenzen und bewegen sich irgendwo zwischen Jazz, Klassik, Volks- und Filmmusik. Beide haben lange auf diesen Moment des Aufeinandertreffens gewartet, auf einen Dialog zwischen Wasser und Feuer, der im Laufe mehrerer Arbeitsaufenthalte im belgischen Studio von Agua Music entstanden ist. Ein intensiver musikalischer Augenblick des Stillstehens von Raum und Zeit, der das Abenteuer einer gemeinsamen Handschrift ermöglicht.

Zwei auf den ersten Blick sehr gegensätzliche Temperamente haben sich auf die Suche nach einer möglichen Verständigung zwischen Heiss und Kalt gemacht, sind das Wagnis eingegangen zwei verschiedene Konzepte musikalischer Herangehensweise zu verbinden. Romanik trifft auf Barock und resultiert in einem wunderbar melodischen und höchst lebendigen Album. Die beiden ergänzen einander auf perfekte Weise – Expressivität verbindet sich mit Intensität und beschert uns ein gleichzeitig feuriges wie eisklirrendes Klangerlebnis.

Water & Fire stellt so etwas wie eine Rückkehr zu den diskographischen Ursprüngen der beiden dar: „Wir glauben an diesen ewigen Moment der Kreation. Welch immense Freude, unsere Musik miteinander teilen zu können! Das Wichtigste bleiben die persönliche Bereicherung und die Freiheit, die jedem von aus seiner Bereitschaft zum Wagnis erwächst. Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür.“


Tourbesetzung

DUO Quentin Dujardin (Gitarre) & Didier Laloy (diatonisches Akkordeon)
TRIO Duo plus Adrien Tyberghein (double bass)
QUARTETT Trio plus Nicolas Fiszman  (bass)


Presse

„Ein sehnsüchtig erwartetes Album das die Hochzeit zwischen Feuer und Wasser zelebriert.“ Paris Match, FR

„Diese Künstler sind Meister in der Kunst des Subtilen.“ Jazz Enzo, NL

„Ein Album voll verrückter Harmonie.“ Le Soir, BE

Merima Ključo & Jelena Milušić (Bosnien-Herzegowina)

‚Lume‘ – Dramatische Liebeslieder und Dunkle Chansons

Lume ist ein spannendes Projekt der zwei international renommierten bosnischen Musikerinnen Merima Ključo und Jelena Milušić. Das Programm präsentiert Liebeslieder verschiedener kultureller Hintergründe und Sprachen sowie einen von Ključo komponierten Liederzyklus, der auf traditionellen rumänischen, kroatischen, kosovarischen und sephardischen Musikstücken basiert. Das Wort Lume hat in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Bedeutungen – Welt, Leben, Quelle des Lichts, Illusion, Feuer, Funken, Liebhaber, Menschlichkeit, mehr als Liebe – alle Bedeutungen weisen unzweifelhaft in eine Richtung: Leben ist Leidenschaft und Liebe!

Ključo und Milušić, zwischen denen eine Art blindes Einverständnis zu herrschen scheint, nehmen uns mit auf eine traumartige Reise durch unterschiedliche Welten. Wir hören starke und expressive und dennoch subtile Klänge. Jelenas einzigartiger und außergewöhnlich vielseitiger Alt harmoniert glänzend mit Merimas Konzertakkordeon. Ihre faszinierende Stimme verwandelt sich chamäleonhaft von einem Lied zum nächsten. Nur mit Stimme und Akkordeon erschaffen Jelena und Merima auf der Bühne eine betörende Atmosphäre. Sie ziehen ihr Publikum in den Bann einer facettenreichen Aufführung, die sich von düsterer Dramatik über bezaubernde Melancholie schließlich in einem heiteren, fast kabarettartigen Finale auflöst.

Die gefeierte Konzertakkordeonistin Merima Ključo ist in schwindelerregend vielen Stilen zuhause, und ihr Spiel berührt durch tiefes Verständnis und Erfahrung. Ob als Gastsolistin mit weltbekannten Orchestern und Ensembles oder als Komponistin und Interpretin in Theater-, Film- und Radioproduktionen – ihre Passion und Meisterschaft in traditioneller wie zeitgenössischer Musik erlauben ihr das Erforschen neuer künstlerischer Dimensionen, die sie auf einzigartige und unwiderstehliche Weise kombiniert.

Die Stimme der ausdrucksstarken und kühnen Sängerin Jelena Milušić passt sich mit Leichtigkeit den verschiedensten Genres an. Jelena ist in den unterschiedlichsten Musiksprachen zuhause, die von Blues über Jazz und Rock bis hin zu traditioneller Balkan- und Weltmusik reichen, und sie ist in vielen verschiedenen Stilen und Zusammenhängen aufgetreten. Mit dem belgischen Orchestre National du Vetex tourte sie durch ganz Europa, und mit dem bosnischen Gitarristen  Atilla Aksoj widmet sie sich unter dem Namen Barimatango der Roma- und sephardischen  Musiktradition.


Besetzung

Merima Ključo – Konzertakkordeon
Jelena Milušić – Gesang


Diskographie

2018 Lume, Croatia Records


Presse

„Umwerfend!“
Marija Vitas über Lume, Etnoumlje, Serbian World Music Magazine, RS
 
„Ihr wunderbares Zusammenspiel und Merimas Kompositionen gehen weit darüber hinaus, dass zwei Personen mit Akkordeon und Stimme Musik machen – sie stehen für das Leben selbst.“
Kathleen Kaun, Sopran, Lehrstuhl für Chormusik und Gesang an der Rice University, USA
 
„Ich denke, das ist ein fantastischer Start, weil sie das Publikum umarmen und einen mitnehmen.“
Michael Dreyer, künstlerischer Leiter des Morgenland Festival, DE

„Sagenhaft schön und auch ruhig mal düster.“
Ankündigung Jazz&The City Salzburg, AT
 
„Merima berührt mit ihrem Akkordeonspiel den tiefsten Grund der menschlichen Seele. Sie ist eine Zauberin deren Magie universell wirkt, egal welches Repertoire sie spielt oder woher das Publikum kommt. Wer sich auf ihre Kunst einlässt, verfällt ihr für immer.“
Maja Vasiljevic, Rumbo al Este, Radio Clásica, RTVE, ES

„Jelenas kraftvoller Alt ist voller tiefer Resonanzen und Sinn fürs Theatralische“
Francesco Martinelli, New York City Jazz Record
, US

Luca Bassanese & La Piccola Orchestra Popolare (Italien)

Der italienische Manu Chao

Luca Bassanese ist zweifellos eine der Hauptfiguren der neuen Generation italienischer Cantautori, die mit einer Mischung aus Ironie und Hoffnung auf unsere heutige Welt blicken. Seine Musik erinnert an eine Mischung aus Fabrizio de André, Goran Bregović und Manu Chao, seine künstlerische Herangehensweise an Federico Fellini. Der Troubadour, Poet, Singer-Songwriter und Umweltaktivist hat eine Mission und wirkt wie ein romantischer Krieger unserer modernen Zeit.

Seit 2006 hat er zwölf Alben veröffentlicht, deren bunte Themenpalette  sein Interesse für gesellschaftliche Veränderung widerspiegelt: Es sind Lieder die sich über die Torheit der Welt lustig machen, Lieder die von Liebe und dem Glauben an die Menschheit und die Zukunft handeln, Lieder voller feiner Nadelstiche für unser Gewissen, und Lieder die zum positiven aufrechten Gang aufrufen.

In seiner Jugend hörte Luca Bassanese Fabrizio de André und die legendären Cantautori der 70er Jahre, später begeisterte ihn die kraftvolle Folklore der beiden (italienischen und balkanischen) Adriaküsten. Aus all diesen Einflüssen braute er seinen speziellen Cocktail aus Poesie und Liebesgeschichten, getränkt mit italienischer Folklore, Tarantellas, Opera Buffa und Balkan Brass. Seine energiegeladenen, wirbelnden Auftritte machen gute Laune und entführen das Publikum in das Fantasiereich von Ecotopia. Luca wurde in Italien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und hat mit Künstlern der verschiedensten Stilrichtungen und Länder gearbeitet, wie zum Beispiel dem Original Kocani Orkestar, Bachir Charaf oder Antonio Cornacchione. Zahlreiche Internationale Auftritte bescheren ihm und seiner Piccola Orchestra Popolare regelmässig standing ovations bei den wichtigsten europäischen Festivals wie zB Sziget, Esperanzah, Dranouter  oder Paleo – seine Konzerte begeistern nicht nur das italienische Publikum sondern Menschen aller Altersgruppen, Glaubensrichtungen und Nationalitäten.


Besetzung

Quartett
Luca Bassanese – lead vocal, tammorra, guitar, bass drum
Stefano Florio – guitars, bouzouki, effects, vocals
Massimo Tuzza – drums
Elodie Lebigre – vocal, dance

Sextett
Luca Bassanese – lead vocal, tammorra, guitar, bass drum
Stefano Florio – guitars, bouzouki, effects, vocals
Massimo Tuzza – drums
Elodie Lebigre – vocal, dance
Domenico de Nichilo – trumpet
Paolo Cecchin – bass, vocals


Diskographie

2020 Piazza Bassanese, CD, Ola Ola Music
2019 Live at Paléo Festival Nyon, CD, Ola Ola Music
2017  Colpiscimi felicità, CD, Buenaonda
2015  Quando piove tutti cercano riparo tranne gli alberi che hanno altro a cui pensare, CD, Buenaonda
2014 L’amore (è) sostenibile, CD, Buenaonda
2013 Popolare contemporaneo – per l’acqua, per la terra per la dignità dei popoli, CD, Buenaonda
2012 La Rivoluzione, CD, Buenaonda
2011 C’è un mondo che si muove!, CD, Buenaonda
2010 Il Futuro del Mondo, CD, Buenaonda
2008 La Società dello Spettacolo, CD, Buenaonda
2006 Al mercato, CD, X-Land
2005 Oggi che il qualunquismo è un’’arte mi metto da parte e vivo le cose a modo mio, EP, X-Land


Presse

„Die “Commedia dell’Arte” trifft auf das magische Universum Fellinis zwischen Seifenblasen und der Kraft der Volksmusik.“
Cabaret Sauvage@Le Bal Rital, Paris (FR)

„Luca Bassanese begleitet von der Piccola Orchestra Popolare bietet eine mitreissende Darbietung mit starker szenischer und musikalischer Wirkung. Der Schauspieler, Musiker und Geschichtenerzähler hat sich wieder als einer der interessantesten Vertreter der italienischen Folkszene bewiesen.“
Michele Fumagallo, Il manifesto (IT)

„In Paris auf der Place d’Italie hat sich eine Menschenmenge eingefunden und zu den frenetischen Rhythmen der Tarantellen des italienischen Künstlers Luca Bassanese und seiner Band getanzt. Komplimente an Luca Bassanese, welchen wir noch öfter an öffentlichen Plätzen der Stadt musizieren hören möchten.“
Nadia Khouri-Dagher, Babelmed.net (IT, FR, UK)

„Ich war dabei…..spektakuläres Konzert von Luca Bassanese und seiner Band, fantastisch, magisch, Poesie…“
Bruno Moio, Radio Aligre, Paris (FR)

Suonno d’Ajere (Italien)

Canzone Classica Napoletana

Der Name des erst 2016 gegründeten Trios aus Neapel bedeutet in etwa „Der Traum vom Gestern“ und bezieht sich auf das gleichnamige Lied auf Pino Danieles Debütalbum Terra Mia (1977). Die drei jungen MusikerInnen haben sich sich ganz der Erforschung und zeitgemässen Neubearbeitung des neapolitanischen Liedguts von 1600 bis heute verschrieben. Die Besetzung erinnert an die besonders im 19. Jahrhundert beliebte neapolitanische Tradition der Posteggia, Strassen- und Wirtshausmusikanten deren Darbietungen dem Volk genauso gefielen wie den Herrschenden. Der musikalische Zugang des Trios aber ist deutlich geschliffener.  Suonno d’Ajere wollen die alten Lieder von Kommerz und Kitsch befreien und ihnen ihre Würde und Kraft zurückgeben, und das durchaus mit Erfolg: In Italien hat ihnen die stilistisch rigorose und raffinierte und für Neapel immer schon typische Verbindung von  Volks- und Kunstmusik bereits einen Auftritt bei der Biennale von Venedig für die Filmmusik zum Dokumentarfilm La Chimera sowie den ersten Preis beim Festival SanremoCantaNapoli eingebracht. Das erste Album Suspiro ist 2019 erschienen.

Das neapolitanische Lied ist kein Museumsrelikt, keine Mumie ohne Sauerstoff. Seine Partituren sind keine zu heiligenden Pergamentrollen, sondern ein Vermächtnis das gefeiert werden will.“ Suonno d’Ajere


Besetzung

Irene Lupe Scarpato – Gesang
Marcello Smigliante Gentile – Mandoline, Mandola, Mandoloncello
Gian Marco Libeccio – klassiche Gitarre


Diskographie

2019 Suspiro


Presse

„Atemberaubend ist die hohe Musikalität dieses Trios, die Arrangements, die sich wie angegossen an die dunkel-seidige Stimme Irene Scarpatos anschmiegen, einer wahrlich großen Interpretin dieses so traditionsreichen Repertoires, das in seiner Tiefe wohl nur in Neapel verstanden wird. Aber was wir davon mitbekommen reicht, um zu wissen, dass „Suspiro“ eines der überzeugendsten Alben dieses Jahres ist, wäre es nicht schon 2019 erschienen.“
Mirjam Jessa, ORF Ö1, AT

„Suonno d’Ajere glauben ohne Verlegenheit an die Lieder und die  Muttersprache des Golfes von Neapel.“
Napoli Today, IT
 
„Diese Gruppe macht mir Hoffnung für unser klassisches Repertoire, das nur zu oft in Vergessenheit geraten ist.“
Salvatore Palomba, Lyriker und Texter, IT
 
„Suspiro“ ist keine anachronistische Retroangelegenheit, sondern das intelligente Gleichgewicht aus Philologie und den Versuchungen unserer Zeit.“
Il Mattino, IT

„Suonno d’Ajere machen Mut“
Radio Napoli, IT

Elina Duni (Albanien/Schweiz)

La Fille de l’Air

Geboren 1981 als Tochter einer Künstlerfamilie in der albanischen Hauptstadt Tirana, stand Elina Duni mit fünf Jahren erstmals auf einer Bühne. Sie lernte Geige, nahm an Kinderfestivals teil und sang in Radio und TV. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes zog sie 1992 in die Schweiz und studierte in Genf klassisches Klavier, entdeckte dort aber auch den Jazz für sich. Nach Film-, Theater- und Jazzprojekten in Albanien und der Schweiz studierte sie in Bern Jazzgesang und Komposition, gründete ihr Elina Duni Quartett und begann sich mit Volksliedern ihrer Heimat und anderer Balkanländer auseinanderzusetzen. Heute singt sie diese in eigenen Arrangements, aber in den Originalsprachen und bringt ganz ungewohnte Farben in den Jazz.

Nach zwei Veröffentlichungen (Baresha 2008 und Lume, Lume 2010) auf dem deutschen Label Meta Records erscheinen 2012  Matanë Malit (Hinter dem Berg) und 2015 Dallendyshë (Die Schwalbe) bei ECM. Die albanischen Lieder werden hier voller Leichtigkeit und Subtilität gespielt und beide Alben von der europäischen Presse hoch gelobt. 2014 erscheint im Kosovo und in Albanien Elina Dunis erstes Soloalbum Muza e Zezë (die schwarze Muse), auf welchem sie sich als Singer-Songwriterin vorstellt.

2017 ist Elina Duni eine der Gewinnerinnen des Schweizer Musikpreises, und 2018 erscheint bei ECM ihre Solo- Kreation Partir (Aufbrechen): In neun (!) Sprachen singt sie alte Volkslieder, Chansons und Balladen zum Thema Abschied und Aufbruch, zu denen sie sich selbst an Gitarre, Klavier oder Perkussion begleitet.

Für ihr neuestes Projekt Songs of Love and Exile hat sie sich mit Rob Luft zusammengetan, einem der Rising Stars der boomenden zeitgenössischen Londoner Jazzszene. Lufts Spiel klingt nach der Lebensfreude Westafrikas, nach keltischem Folk und zartem Minimalismus, und sein origineller und heiterer Sound ist die perfekte Ergänzung zu Elinas eindringlichem Gesang. Das erste gemeinsame Album Lost Ships erscheint Ende 2020 bei ECM.

„Ich bin das Kind einer Familie, die schon einmal gegen den Faschismus gekämpft hat. Deshalb ist mir jede Form von Nationalismus zuwider. Gesellschaften, die sich abschotten wollen, sind ängstliche Gesellschaften. Wir alle müssen wieder lernen zu kämpfen für Dinge, die uns selbstverständlich geworden sind und die wir als gegeben annehmen.“ (Elina Duni)


Aktuelle Projekte

Elina Duni Solo „Partir“
Duo Elina Duni & Rob Luft
Trio Elina Duni & Rob Luft feat. Fred Thomas
Quartet Elina Duni Band


Diskographie

2020 Lost Ships, ECM
2018 Partir, ECM
2015 Dallëndyshe, ECM
2014 Muza e Zezë
2012 Matane Malit, ECM
2010 Lume, Lume, Meta Records
2008 Baresha, Meta Records


Erfolge

2020 Freiburger Leiter
2017 Schweizer Musikpreis
2015 Diaspora Award, Botschaft des Kosovo, Schweiz
2013 Kult Award für „Matanë Malit“, Tirana, Albanien
2012 Jazz Pott Preis, Essen, Deutschland
2010 Pro Helvetia „Priority Jazz “ für Elina Duni Quartet, Schweiz
2008 HKB Preis, Bern, Schweiz
2008 „Coup de Coeur 2008“ Bern, Schweiz
2007 Friedl Wald Preis, Schweiz


Presse

„Betörende Stimme, wendige Gitarre …. luftig-charmante Songs zwischen Folk und Chanson.“
ORF Ö1, AT

„Wem das nicht zu Herzen geht, der hat keines. … Schöner kann Abschied nicht sein!“
Kultur, Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, AT

„…eine berückende Intimität, die in ihrer Nachdenklichkeit gefangen nimmt. Bei ihr gilt es Grenzen zu überwinden, um die Schönheit der Poesie zu kämpfen, Authentizität und Respekt auszuleben. So wird jeder ihrer Songs zu einem überzeugenden Rezital, zu einer tiefgründigen Hommage aufrichtiger Menschlichkeit.“
Kulturkomplott, DE

„Dieses Album ist aus einem Guss. Auf einen  nachdenklichen Ton ist es gestimmt,obwohl es vom Aufbruch handelt. Aber es ist eben kein euphorischer oder gar leichtfertiger Aufbruch. Elina Duni besingt ihn miterdiger Präsenz und beherrschter Kraft.“
Neue Züricher Zeitung, CH

„Ihre Stimme ist rein und klar und von einer Innigkeit, die transparenter geworden ist. Sie hält nicht fest, sondern entlässt einen bei aller Melancholie in etwas Hoffnungsvolles und Befreiendes.“
Kulturtipp, CH


Lucilla Galeazzi (Italien)

Die Pasionaria des Italienischen Folk

Sie ist die zur Zeit aktivste, vielseitigste und bekannteste unter den großen italienischen Volkssängerinnen, und sie hat sich nie auf die Volksmusik beschränkt. Nach vielen Jahren mit Giovanna Marini und Christina Pluhars L’Arpeggiata tourt sie nun als Gastsolistin oder mit ihren eigenen musikalischen Projekten und trägt die Tradition der wunderbaren alten italienischen Lieder hinaus in die Welt.

Lucilla Galeazzi stammt aus der Industristadt Terni in Umbrien und begann ihre Karriere als Popsängerin. Nach der prägenden Begegnung mit den Ethnomusikologen Valentino Paparelli und Alessandro Portelli jedoch wandte sie sich der Volkmusik zu. Ihre Lehrjahre absolvierte sie im legendären Vokalquartett von Giovanna Marini, mit dem sie sich bald einen internationalen Namen machte, und bei Maestro Roberto de Simone und der Produktion „Stabat Mater“, mit der sie zum ersten Mal auf der Bühne der Oper in Neapel stand und auf USA Tournee ging. 1987 gründet sie ihr ersten eigenes Trio Il Trillo mit Ambrogio Sparagna und Carlo Rizzo und bemüht sich um eine zeitgemäße Version der mündlich überlieferten Lieder, und mit der Zeit erweitert sie ihr Repertoire auch Richtung Barock und Jazz.

Sie stand in den Opernhäusern von Neapel, Berlin, Hamburg bis New York auf der Bühne und arbeitete mit den Stars der internationalen Folkloreszene zusammen, mit Elena Ledda aus Sardinien, mit Maria Del Mar Bonet aus Mallorca, der portugiesischen Fado-Sängerin Teresa Salgueiro, der Argentinierin Mercedes Sosa oder dem algerischen Rai-Sänger Cheb Kaled. Mit den französischen Jazzmusikern Michel Godard und Vincent Courtois gründete sie das Trio Rouge, als Mitglied von Christina Pluhars Barockensemble L’Arpeggiata tourte sie viele Jahre um die Welt.

Lucilla ist Mitglied des erfolgreichen Projekts Bella Ciao, das die Arbeiterinnen- und Partisanenlieder des historischen italienischen Folk Revivals 50 Jahre später wieder auf die Bühne bringt, und in den letzten Jahren tritt Lucilla Galeazzi auch verstärkt mit eigenen Themenproduktionen an die Öffentlichkeit – wie zum Beispiel Il Fronte delle Donne anlässlich des hundertjährigen Gedenkens an den Ersten Weltkrieg, oder La Nave a Vapore  das sich der Geschichte der großen italienischen Auswanderungswellen widmet. Und vor kurzem erschien das Album Alegria e Libertà, eine internationale Koproduktion mit den galizischen Frauenstimmen des belgischen Ensembles Ialma, Didier Laloy am Akkordeon und  Carlo Rizzo am Tamburello.


Aktuelle Projekte

Solo Lucilla Galeazzi vocal & guitar
Duo Quanti Canti Lucilla Galeazzi & Stefania Placidi (vocals & guitars)
Trio Trad Lucilla Galeazzi vocals / Marcello Vitale guitar / Carmine Bruno perc
Trio Rouge Lucilla Galeazzi vocals / Michel Godard tuba / Vincent Courtois cello
Festa Italiana Lucilla Galeazzi & Quintet
Allegria & Libertà Lucilla Galeazzi & vocal quartet Ialma (BE) – acc – perc


Diskographie

2018 Alegria e Libertà, Lucilla Galeazzi/Ialma/Didier Laloy/Carlo Rizzo/Maarten Decombel (Homerecoerds/Galileo MC)
2015 Bella Ciao, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Elena Ledda etc (Visage Music/Galileo MC)
2013 Festa Italiana, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Ancora Bella Ciao, Lucilla Galeazzi (Helikonia)
2010 Sopra i Tetti di Firenze, Lucilla Galeazzi/Riccardo Tesi/Maurizio Geri (Manifesto)
2006 Amore e Acciaio, Lucilla Galeazzi (Zonedimusica)
2005 Stagioni, Lucilla Galeazzi (Buda Musique)
2004 Trio Rouge, Lucilla Galeazzi/Michel Godard/Vincent Courtois (Intuition)
2004 All’Improvviso, Lucilla Galeazzi & Christina Pluhar’s L’Arpeggiata (Alpha Production)
2002 Renaissance, Philippe Eidel & Lucilla Galeazzi (Naive)
2002 La Tarantella, Lucilla Galeazzi (Alpha Production)
2001 Lunario, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1997 La Via dei Romei, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi
1997 Cuore di Terra, Lucilla Galeazzi (C.N.I.)
1993 Giovà il Servo del Ré, Ambrogio Sparagna & Lucilla Galeazzi (BMG)
1992 Il Trillo, Lucilla Galeazzi / Ambrogio Sparagna / Carlo Rizzo (Thelonius)
1984 Anninnia, Paolo Damiani & Lucilla Galeazzi (Nueva)


Presse

“Lucilla Galeazzi singt nicht nur, sondern erzählt die Lieder ihrer Heimat und reisst das Publikum mit. Mit ihrer Stimme, die gerade das richtige Quentchen Rauhheit aufweist, zieht sie den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal in ihren Bann.”
Bachtrack, UK

„Trio Rouge verbindet folkloristische Tradition mit dem Jazz, bekanntes Liedgut mit hinreißenden Improvisationen. Das hat Temperament und Sentiment, unterhält und erfreut Herz und Verstand, verbindet federleichte souveräne Virtuosität und authentisches Musikantentum aufs Beste.“
Oberösterreichische Nachrichten, AT

So exquisit und gleichzeitig bodenständig wie die Küche dieser Region, so wirkt auch die „Grande Dame des italienischen Volksliedes“, die aus Terni in Umbrien kommt: Lucilla Galeazzi. Auf der Bühne besticht sie mit ihrer Natürlichkeit und ihrer glasklaren Stimmfarbe, als ob sie das Singen gar nicht habe lernen müssen.”
SWR, DE

 

Samurai Accordion (Finnland/Irland/Italien/Spanien)

The ultimate squeezebox experience

Der Name « Samurai » ist kein Zufall, ebensowenig wie der Titel des neuen Albums « TÉ oder 手» (japanisch für Hand). Es ist ein Blick zurück ins alte Japan, in unsere kollektive Phantasie. Der Samurai war ein edler Krieger im Dienst einer Sache, ebenso wie sich hier fünf wunderbare Musiker in den Dienst der Veredelung des Akkordeons gestellt haben. Man muss sich mit Körper und Seele in den Dienst dieses Instruments stellen, um ein solches Niveau an Virtuosität, Musikalität und Rafinesse zu erreichen. Die fünf haben es getan, und ihr neues Werk zeigt, welchen Atem fünf Hände hervorbringen können: TÉ klingt klug, zart, ausdrucksstark, zeitgenössich und traditionell, kräftig, überraschend und immer am Punkt… Einfach kunstvoll. Der Samurai im alten Japan war ein Meister in der Kunst der Kriegsführung, unsere Samurai sind Meister in der Kunst der Musik.

Nicht weniger als fünf der renommiertesten europäischen Namen des diatonischen Akkordeons – mit leichter Umbesetzung seit dem ersten Album – haben sich hier zusammengetan, nachdem jeder in seinem Bereich schon viel zum Aufschwung des Instruments beigetragen hatte: Riccardo Tesi aus der Toskana ist die graue Eminenz der neuen musica popolare Italiens. Er steht für den musikalischen Aufbruch der italienischen Folklore der 70er-Jahre. Simone Bottasso dagegen ist der wichtigste Vertreter der jungen aufstrebenden Szene. Der zupackende Kepa Junkera aus den Pyrenäen hat das Akkordeon an der Schnittstelle Spanien / Frankreich voll kommen erneuert. Sein Spiel hat eine unbändige Wucht. Markku Lepistö gehört zu den herausragenden Musikern der finnischen Volksmusik, er unterrichtet an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Das irische Urgestein David Munelly tourte mit den wichtigsten international erfolgreichen, mal mehr und mal weniger traditionellen irischen Gruppen rund um die Welt.

So wie den sagenumwobenen Figuren aus der japanischen Geschichte gelingt es ihnen, Mut und Eleganz des Ausdrucks zu vereinen. Kompositorischer Einfallsreichtum, klangliche Brillianz, die Einladung zum intimen Zuhören ebenso wie zum ausgelassenen Tanz: Diese fünf Herren garantieren ein Feuerwerk an Klängen und einen hinreissenden Abend.


Besetzung ab 2017

Simone Bottasso (Italien)
Kepa Junkera (Spanien)
Markku Lepistö (Finnland)
David Munnelly (Irland)
Riccardo Tesi (Italien)


Diskographie

2017 TÉ, Visage Music/Galileo MC
2011 Accordion Samurai, Homerecords.be


Erfolge

2012 Octaves de la Musique, Brüssel (BE)
2011 Grand Prix International du Disque de l’Académie Charles Cros, Paris (FR)


Presse

Ein magisch-sinnliches Notenfeuerwerk im Dienste des Akkordeons! … Die Musik der fünf ist zeitgemäss, jazzy, grenzenlos, aber eines ist sie ganz sicher: Diese Musik ist lebendig.
https://www.5planetes.com/fr/disques/samourai, FR

Die gemeinsame Reise geht klangsuchend bis ans Ende der Möglichkeiten der Instrumente. … Die Aufgabenteilung wurde durch den Zuzug der zwei Neuen ausgeweitet. Junkera steht eher für komplex strukturierte Kompositionen, Bottasso für Harmonie-Brüche und Rhythmus-Sprünge. Gerade weil von allen fünf viel Kompositions-Arbeit ins Repertoire investiert wurde, sind die Songs nicht einfach „konsumierbar“, sondern fordern eine hörende Auseinandersetzung.
Globalsounds.info, CH

Jedes Stück ist eine Reise. Die unterschiedlichen Einflüsse schaffen ein Klangmosaik aus den einzelnen Instrumenten und gleichzeitig einen gemeinsamen Ensembleklang, der sich der Kammermusik annähert. Subtiler Humor und Poesie drehen sich im zarten Dreivierteltakt.
Trad mag, FR

Abwechslungsreiche Harmonien, aufregende Klangfarben und neue Ideen die das Instrument aus der verstaubten Folk- und Trad-Ecke holen. Das musikalische Universum der Samurai ist reich und grenzüberschreitend …. Musik im Zeichen der Freiheit und des Austausches, ganz dem diatonischen Akkordeon gewidmet.
Accordéon&Accordéonistes, FR

Auch an den äusseren Rändern wirken die aufgelösten Harmonien nicht irgendwie jazzig oder elitär-neutönerisch, denn da bleibt immer das Bodenständige, die Folkwurzel hörbar. … Fünf diatonische Akkordeons, mal verspielt und zart, mal wuchtig und massiv, aber immer mit Spielwitz und Abenteuerlust.
Globalsounds.info, CH


Zamballarana (Korsika/Frankreich)

Orchestravagante Corsica

Zamballarana stammen aus dem korsischen Dörfchen Pigna, einem der kulturellen Brennpunkte im Nordwesten der wilden und geheimnisvollen „Ile de Beauté“: Die Gruppe wurde 1996 vom Musiker und Bühnenbildner Jerome Casalonga in der „Casa Musicale“ gegründet, einer legendären Kreativwerkstatt und Wiege künstlerischen Austausches. Die Zamballarana ist auf Korsisch eine etwas frivole, unkonventionelle Frau – und ganz in diesem Sinne bringt die Band die Wörter und Klänge der korsischen Musik zum Tanzen. Das Meer ist die Wiege ihrer romanischen Wurzeln aber auch der Weg der Inspiration, auf dem sich Zamballarana allen Kulturen der Welt annähern. Wie Gaukler erforschen die Musiker und Sänger eigenwillige Mixturen, erfinden und weben neue Klangfarben, jonglieren mit den Stilen und erweitern das Feld unseres Imaginären.

Archaische Männerpolyphonie wird mit Elementen von Jazz, orientalischer Musik und Latin sowie der innovativen Verwendung traditioneller korsischer Instrumente wie der 16-saitigen Zither Cetera, der Trommel Colombu und der Flöte Pivana zu einer aufregenden Mischung eingeschmolzen, die der Einzigartigkeit korsischer Musikkultur globale Standards verschafft.


Besetzung

Jérôme Casalonga – Komposition, Gesang, Saxophon, Klarinette
Laurent Barbolosi – Gesang, Violine, Trompete
Jérémy Lohier – Akkordeon, Gesang
Marco Tindiglia – Gitarre
Ricardo Barbera – Bass
Francesco Petreni – Schlagzeug


Diskographie

2012 Carnavale (Casa Editions)
2007 Camina (Casa Editions)
2004 Luna (Casa Editions)
1999 Lucia (Casa Editions)
1997 Zamballarana (Casa Editions)


Presse

„Sechs jungen Männern mit sonnigen Gemütern und einem sicheren Gespür für die Verschmelzbarkeit verschiedenster Folk-Stile gelingt mit ihrer Band Zamballarana eine unverfrorene Melange aus traditionellem korsischen Harmoniegesang, südamerikanischem Blech-Sound, Latin-Rhythmen und einer Vielzahl weiterer Stilelemente, die man teilweise erst beim zweiten oder dritten Hören (…) aufspürt.
Thüringer Allgemeine, DE

Der nachhaltige Eindruck, den der spezielle, archaische Männergesang hinterlässt, wird durch die vielschichtigen Rhythmen und die bestechenden Instrumentalsoli gesteigert.
Concerto, AT

„Frische und starke Emotionen!“
Le Monde de la Musique, FR

“Diese Musik ist profan ohne Pathos, voller Frische und Enthusiasmus. Bravo!“
Trad Magazine, FR